Archiv der Kategorie: Panini

Marvel Neustart: Venom, Jagd auf Wolve-rine und Infinity Wars

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Nach dem Marvel-Neustart locken nun die ersten passenden Crossover-Events. In Jagd auf Wolverine machen sich verschiedene Teams auf die Suche nach dem Mutanten und in Infinity Wars sind die Infinity-Steine wieder kurz davor vereint zu werden. Daneben startet Venom noch mit einer ganz neuen Serie.

Dieser Beitrag wurde von Kai Frederic Engelmann geschrieben

Newsfeed Quelle: Kai Frederic Engelmann bereitgestellt von https://www.teilzeithelden.de https://www.teilzeithelden.de/2019/04/20/marvel-neustart-venom-jagd-auf-wolve-rine-und-infinity-wars/

DC Big Monthly Januar 18 – Spitzenstart ins neue Jahr mit frischen Gesichtern

DC Big Monthly Januar 18 – Spitzenstart ins neue Jahr mit frischen Gesichtern
Der Januar 2018 ist bei DC ein ganz starker Monat, das zeigten bereits die einzelnen Heftserien in unserem DC Monthly. Mit Deathstroke, Red Hood und der Justice League of America ist es im Big Monthly nun die Stunde der Helden aus der zweiten Reihe. Doch die liefern wirklich ganz großes Kino!
Viele Helden aus der B-Liga der DC-Serien haben es diesmal in unseren Big Monthly geschafft. Deathstroke, Aquaman, Red Hood und die Outlaws, die brandneue Justice League of America und selbst Hal Jordan und das Green Lantern Corps können hierzulande an Beliebtheit nicht mit der Justice League und allen voran Batman mithalten. 
Vielleicht gerade deshalb überrascht dieser Monat den Comic-Leser, denn die B-Liga-Helden wagen es, sich dem direkten Vergleich zu stellen. Man darf vorwegnehmen: Einige dieser Reihen sind wirklich unterbewertet. Wagt man den Blick in die eher kleinen Reihen, erwarten einen Comics von überraschender Qualität.
Haupthandlung/Metaplot
Dieser Monat steckt voller neuer Bündnisse zwischen einstigen Gegnern. Während Deathstroke Seite an Seite mit einem Teen Titan kämpft, haben die Green Lanterns eine Allianz mit dem Yellow Lantern Corps geschmiedet und versuchen, diese zu verfestigen. Aquaman verbündet sich mit den Aquamarines, die zuletzt sein aquatisches Heim zerstören wollten. Währenddessen stellt Batman eine völlig neue Justice League of America zusammen, die so bunte Charaktere wie Lobo, Vixen, Atom, Black Canary und andere Helden vereinigt. Superman setzt sein Vertrauen in die rätselhafte Infinity Corporation, die seinen Tod wieder und wieder durchspielt, um ihn angeblich vor einer gewaltigen Gefahr zu retten. Und schließlich versucht Red Hood, sich endlich aus dem Schatten Batmans zu lösen, und tut sich dabei mit der kampfkräftigen Amazone Artemis und dem Superman-Klon Bizarro zusammen.
Justice League of America – Der Kryptonische Gott
Bei Der Kryptonische Gott gilt es für den Leser erst einmal, sich nicht verwirren zu lassen. Dieser Band erscheint zwar zeitgleich mit dem ersten Band der Justice League of America des Rebirth-Events, hat aber mit dieser Reihe und ihren Figuren nichts zu tun. Vielmehr ist Der Kryptonische Gott ein Sammelband mit den klassischen Helden der Justice League, und so schlagen sich hier Flash, Wonder Woman, Aquaman, Superman, Cyborg, Batman und Green Lantern Hal Jordan durch ein kosmisches Abenteuer. Die Story entstammt der Feder von Bryan Hitch. Hitch hatte es während des Rebirth-Events manches Mal nicht geschafft, mit seinen Storys für die Liga zu überzeugen. Dieser Band zeigt recht gut, wo die Stärken und Schwächen dieses Autors liegen. Zu Anfang wird der Leser Zeuge des Todes von Superman. Im Laufe der Geschichte zeigt sich aber, dass es sich nur um einen von vielen Supermen aus verschiedenen Zeitlinien handelt, deren Tode von der Infinity Corporation gesammelt und ausgewertet werden. Das erklärte Ziel: Superman vor einem Schicksal zu bewahren, das stärker ist als Raum und Zeit. Auf der Suche nach einem Weg, Supermans Tod zu verhindern, taucht die Justice League in ein Abenteuer ein, das sie sogar ins antike Krypton führt, und stellt sich einem Gegner, der nicht weniger zu sein scheint als eben der kryptonische Sonnengott Rao.
Die Geschichte ist insgesamt gut erzählt und bietet ausreichend Platz für eine ganze Menge Action. Allerdings liegen die Schwachpunkte des Ganzen in Hitchs Hang zur Story-Megalomanie. Alles wirkt so übergroß, so gewaltig, dass es den Leser zu erschlagen droht. Zeit für Feinheiten wie Charakterentwicklung bleibt da auch bei der gewaltigen Seitenfülle wenig.
Die Zeichnungen von Bryan Hitch und Tom Derenick sind sehr stark und ausdrucksvoll. Man merkt, wenn Autor und Zeichner eine echte Einheit bilden, denn dann sind Illustrationen und Geschichte perfekt aufeinander abgestimmt. Das ist hier definitiv der Fall. Die Dynamik, die die Seiten durchzieht, der gute Sinn für Choreographie und Action-Komposition machen diesen Band optisch zu einem Glanzlicht.
Die harten Fakten

Autor(en): Bryan Hytch
Zeichner(in): Bryan Hytch, Thomas „Tom“ Derenick
Seitenanzahl: 284
Preis: 24,99 EUR
Bezugsquelle: Panini Comics

 
Aquaman 4 – Tethys
Was passiert, wenn man einen erfahrenen und passionierten Warhammer 40.000-Autor auf Aquaman loslässt? Man erhält submarine Science-Fiction vom Feinsten mit einem dunklen und bitteren Touch. Dan Abnett zeigt sich in Aquaman 4 von seiner besten Seite.
Um einer grässlichen Bedrohung Herr zu werden, bei der Atlanter von Seemonstern angegriffen und in ebensolche verwandelt werden, verbündet sich Arthur Curry mit den US-Streitkräften der Aquamarines. Diese genmanipulierte Spezialeinheit, die zuletzt noch gegen Atlantis stand, tritt nun den Monstern entgegen und wird gründlich aufgemischt. Wer sich in Warhammer ein wenig auskennt, der hat das Gefühl, mitten in eine Schlacht zwischen Space Marines und Tyranniden geraten zu sein. Die Atmosphäre ist klaustrophobisch bedrückend, die Lage verzweifelt. Der Storybogen ist ausgezeichnet gelungen. Doch auch die Geschichte um Meras Rolle in Atlantis ist noch nicht zu Ende erzählt und nimmt noch einige spannende Wendungen.
Aquaman behält seine hohe Zeichenqualität bei. Die Bilder sind eindrucksvoll und schaffen es, sowohl ruhige und friedvolle, als auch politisch intrigante oder actiongeladene Szenen ins rechte Licht zu rücken.
Die harten Fakten

Autor(en): Dan Abnett
Zeichner(in): Brad Walker et al.
Seitenanzahl: 156
Preis: 16,99 EUR
Bezugsquelle: Panini Comics

 
Hal Jordan und das Green Lantern Corps 4 – Suche nach Hoffnung
Das Green Lantern Corps und die Yellow Lanterns haben ein fragiles Bündnis geschmiedet. Doch nicht alle Yellow Lanterns sind von dieser Allianz mit der Hoffnung überzeugt. Ein langer Weg bis zu einer echten Einheit liegt vor den beiden Teams. Einzelne müssen noch überzeugt werden. In seiner Überheblichkeit versucht Guy Gardner sein Überzeugungstalent ausgerechnet an Arkillo, einem der übelsten Vertreter des Corps der Angst. Es entbrennt ein Kampf Mann gegen Mann, ohne Energieringe.

Währenddessen suchen Hal Jordan und Kyle Rayner nach einer Erneuerung der Hoffnung. Doch die weiße Farbe von Kyles Kostüm erlischt im Laufe dieses Abenteuers. Was wird aus der vielleicht beliebtesten aller Lanterns?
Zeichnerisch sitzt wieder Ethan Van Sciver am Steuer. Und wie üblich gelingt es dem politisch äußerst fragwürdigen und menschlich wohl nicht wirklich sympathischen Zeichner, um den es so viele Kontroversen gibt, die Lanterns in Schönheit und Gewalt erstrahlen zu lassen. Van Sciver hat ein feines Gespür für Action und ein Talent für die Ästhetik der kosmischen Lantern-Abenteuer.
Die harten Fakten

Autor(en): Robert Venditti
Zeichner(in): Ethan Van Sciver et al
Seitenanzahl: 116
Preis: 12,99 EUR
Bezugsquelle: Panini Comics

 
Deathstroke 4 – Dämmerung
Deathstroke hat sich seit seiner Entstehung durch Marv Wolfman zu einem sehr beliebten Charakter des DCEU gemausert. Der Schurke von einst ist längst ein Anti-Held geworden und strebt langsam aber sicher Richtung A-Besetzung. Slade Wilson ist nun einmal der beste Söldner der Welt … Ist er? Deadline, ein „Arbeitskollge“, ist da etwas anderer Meinung und stellt sich Wilson in den Weg. Dieser hat aber weiterhin mit seinen familiären Problemen zu kämpfen … im wahrsten Sinne des Wortes. Denn in diesem Band kommt es zur Konfrontation des unzulänglichen Vaters mit seinem Sohn, der als Jericho im mächtigen Anzug seines Liebhabers Dr. Ikon den Kampf sucht.

Unterstützt wird Deathstroke dabei von Powergirl von den Titans und seiner Tochter. Und auch der grünhäutige Gestaltwandler Beast Boy gibt sich die Ehre. Ob diese geballte Kampfkraft ausreicht, um ein Metawesen von Jerichos Kraft in die Knie zu zwingen?
Joe Bennett ist ein echter Künstler, der sich auf Komposition und die Darstellung von Emotion versteht. Er harmoniert sehr gut mit Autor Christopher Priest, und gemeinsam gelingt ihnen mit Deathstroke eine Serie mit einer sehr tiefgründigen und gespaltenen Atmosphäre, die sich angenehm abseits des typisch-bunten Superhelden-Treibens bewegt.
Die harten Fakten

Autor(en): Christopher Priest
Zeichner(in): Joe Bennett et al.
Seitenanzahl: 116
Preis: 12,99 EUR
Bezugsquelle: Panini Comics

 
Justice League of America 1 – Die Extremists
Die neue Justice League of America hatte letzten Monat mit einem Rebirth-Special einen guten Auftakt. Hier hatte man etwas Zeit, die einzelnen Figuren dieses neuen, von Batman geschaffenen Teams näher anzuschauen. Nun ist es Zeit für den ersten großen Einsatz dieses Teams. Zugegeben, man befürchtet zunächst eine weitere Serie recht geistloser Action mit „coolen“ Anti-Helden, wie sie vom Anfang des Suicide Squad-Runs bekannt ist. Ein Team aus fragwürdigen Gestalten wie dem brutalen Kopfgeldjäger Lobo, der eiskalten Ex-Schurkin Killer Frost (die ja auch schon einen Auftritt in der Squad hatte), der zerrissenen Black Canary und unerfahrenen Figuren wie Vixen, dem Energie-Wandler Ray oder dem noch völligen Neuling Atom legen eine solche Vermutung nahe. Also war dieser Band nicht nur die Feuerprobe für das Team, sondern auch für die Serie. Diese ist gelungen. Im Kampf gegen Lord Havoc und seine Extremists überwiegt zwar, wie erwartet, die knallharte Action. Anders als bei dem Team von Amanda Waller stimmt hier aber die Zusammensetzung der Charaktere, und die Interaktion untereinander ist durchaus lebendig und amüsant. Man darf eben keine tiefgründigen, philosophischen Einlassungen erwarten. Wer Action mag, ist hier gut bedient.
Auch im Zeichenstil hebt sich Justice League of America angenehm von der verlagsinternen Hauptkonkurrenz ab. Die Zeichnungen sind klar, man verliert bei all der Action nicht die Übersicht. Klar wird es auch blutig, das lässt sich mit Lobo im Team nicht vermeiden. Doch auch Mimik und Ausdruck stimmen und kommen nicht zu kurz.
Die harten Fakten

Autor(en): Steve Orlando
Zeichner(in): Ivan Reis et al.
Seitenanzahl: 132
Preis: 14,99 EUR
Bezugsquelle: Panini Comics

 
All-Star Batman 2 – Die Enden der Welt
Zwei Titel konkurrieren in diesem Monat um den Titel „Highlight des Monats“. Einer davon ist All-Star Batman. Dieser Band hat es in sich. Den Auftakt bietet eine Konfrontation mit Dr. Victor Fries alias Mr. Freeze, der, um seine geliebte Nora endlich aus dem Kälteschlaf holen zu können, die Welt in eine globale Eislandschaft verwandeln möchte. Dieses Kapitel ist so enorm intensiv, so eindringlich und fast schmerzhaft schön in seiner kalten Ästhetik, dass der Leser sofort gefangen ist. Doch Fries ist nicht der eigentliche Kern des Problems. Um zum Drahtzieher hinter allem Übel zu kommen, muss Batman sich mit Poison Ivy, Mad Hatter und R’as al Ghul messen. Auch der Joker und die Bat-Familie scheinen sich gegen den Dunklen Ritter zu erheben.
Zudem wird die Geschichte des jungen Duke Thomas, den Batman als The Signal an seine Seite holte, fortgeführt. Das ist erfrischend, weil man von Duke bislang recht wenig zu sehen bekam. Da tut es gut, ihn in einem emotional tiefgründigen Kampf gegen Victor Zsasz, den sadistischen Schlitzer, erleben zu dürfen. Zsasz-Geschichten tragen immer das Versprechen in sich, die betroffenen Helden bis an die Grenzen zu belasten und ganz tiefe Einblicke in deren Seele zu erlauben. Das ist auch hier wieder der Fall.
Sind die Geschichten dieses Bandes schon genial, so sind die Zeichnungen die absolut stimmige Ergänzung. Jedes Kapitel weicht in seinem Zeichenstil vom Vorgänger ab und passt zur charakterlichen Atmosphäre des jeweiligen Schurken. Die psychedelische Optik um Poison Ivy, die kantig-harte Linienführung um Ra’s al Ghul, die modern-dunklen Noten bei Victor Zsasz – sie alle sind so ausdrucksvoll, dass es schwerfällt, den Band zur Seite zu legen. Besonders beeindruckt jedoch der Mr.-Freeze-Part mit seiner kalten und klirrenden Atmosphäre. Hier wurde auch komplett auf Sprechblasen verzichtet. Bei klangvollen Künstlernamen wie Jock, Tula Lotay, Giuseppe Camuncoli und Francesco Francavilla überrascht die Qualität des Bandes nicht.
Die harten Fakten

Autor(en): Scott Snyder
Zeichner(in): Jock et al.
Seitenanzahl: 180
Preis:16,99 EUR
Bezugsquelle: Panini Comics

 
Red Hood und die Outlaws Megaband 1 
Während All-Star Batman 2 unter künstlerischen Gesichtspunkten den Titel verdient hätte, ist es doch ausgerechnet Jason Todd alias Red Hood mit seinen Outlaws gelungen, den Comic-Band seines einstigen Mentors zu übertrumpfen. Denn Red Hood und die Outlaws Megaband 1 ist ein Fest für langjährige DC-Fans. Jason Todd möchte endlich aus dem Schatten seines Mentors Batman heraustreten und ein neues Leben beginnen – nach eigenen Regeln. Als Bruce ihn für Ermittlungen gegen Black Mask einstellt, ist Jason zunächst mehr als skeptisch, doch er nimmt die Aufgabe an und schleust sich in Black Masks Organisation ein. Hier lernt er nicht nur, dass Batmans Regeln durchaus ihre Berechtigung und auch ihn maßgeblich geprägt haben. Er lernt auch die temperamentvolle Amazone Artemis kennen, die sich auf der Suche nach einer göttlichen Waffe befindet. Bald gesellt sich auch der Superman-Klon Bizarro zu dem ungewöhnlichen Duo und stellt die beiden so dickköpfigen Helden vor eine große Herausforderung: Sie wollen ihm helfen, einen Platz in der Welt zu finden.
Endlich gelingt es einem Kreativteam, wieder richtig an die Vergangenheit von Jason Todd anzuknüpfen und den Charakter als Ganzes zu sehen, nicht nur als den Robin, den der Joker irgendwann einmal getötet hat. Wer seinerzeit Storybögen wie die erste Begegnung zwischen Batman und Jason, Jasons Aufwachsen bei Ma Gunn und schließlich seinen Tod in Tod in der Familie miterlebt hat, der wird endlich wieder den jungen Mann erkennen, der damals die Reifen des Batmobils stahl. Die Begegnung zwischen Batman und Jason fand 1983 statt, es war eine der ersten Batman-Geschichten, die ich zu lesen bekam. Daher verbindet mich viel mit diesem zweiten Robin. Der Charme dieses Comics entfaltet also bei mir seine volle Wirkung.
Auch die anderen beiden Protagonisten sind hervorragend charakterisiert. Artemis ist eine schuldzerfressene, dickköpfige Kriegerin, die einige Dinge in ihrem Leben einfach wieder richtigstellen möchte. Dabei fällt der Schatten Wonder Womans immer wieder über sie, und sie wehrt sich tapfer gegen dieses Amazonen-Image. Bizarro ist weit mehr als der Anti-Superman, der er einmal war. Er erinnert in der neuen Konzeption mehr an Mary Wollstonecraft Shelleys Frankenstein.

Wie das Monster ist er eine kindlich-freundliche Seele in einem Köper, der zu viel Kraft und Macht besitzt. Die Welt betrachtet ihn mit Argwohn und Ablehnung, doch er sieht die Schönheit, sucht Nähe und Vertrauen. Diese Outlaws sind keine knallig-bunten Antihelden mit coolen Sprüchen, wie wir sie in der Vergangenheit erlebt haben. Es sind zerrissene Gestalten mit dem Wunsch nach Hoffnung, die beieinander nach Halt suchen.
Die Zeichnungen sind lebendig und wissen mit klassischem DC-Stil zu überzeugen. Die Figuren sehen großartig aus, Szenerien und Sequenzen wirken sehr real und detailliert. Auch die emotionale Komponente kommt nicht zu kurz, was sich sehr schön in Szenen zeigt, in denen Jason mit Bizarro am See sitzt und über die Welt sinniert. Insbesondere das Abschluss-Bild des Megabandes erschlägt förmlich mit Emotionalität und schreit nach einer schnellen Fortsetzung.
Die harten Fakten

Autor(en): Scott Lobdell
Zeichner(in): Dexter Soy
Seitenanzahl: 268
Preis: 28,00 EUR
Bezugsquelle: Panini Comics

 
Fazit des Monats
Der Januar 2018 ist ein Spitzenmonat, und wenn das Jahr so weitergeht, wird es ein tolles Jahr bei DC/Panini. Während Deathstroke sich seinem Sohn endlich in einem vielleicht entscheidenden Duell stellt, kommt bei Aquaman echte düstere SciFi-Stimmung wie bei Warhammer 40.000 auf, als Atlantis von gigantischen Bestien heimgesucht wird. Der Sammelband Der Kryptonische Gott weiß leider nicht völlig zu überzeugen, dafür bietet aber die neue Justice League of America in ihrem ersten Band ein ausgewogenes Miteinander von Action und Charakter-Interaktion. Hal Jordans Green Lantern Corps muss sich auf einige sehr überraschende Entwicklungen gefasst machen. Insbesondere Kyle Raynor ist nach diesem Band nicht mehr, was er einmal war. Aber die wirklichen Highlights sind All-Star Batman und Red Hood und die Outlaws.
Bei All-Star Batman vereinigt Scott Snyder sein Schreibtalent mit der Kunst einiger der namhaftesten Comic-Künstler, und so entsteht ein Meisterwerk an Bildkompositionen und Erzählkunst. Red Hood und die Outlaws ist hingegen Rebirth auf höchstem Niveau. Endlich wird Jason Todd wieder als der Charakter präsentiert, der er einst war. Ihm zur Seite stehen zwei tolle Figuren, denn Artemis und Bizarro sind absolut liebenswert und toll inszeniert. Ein verdientes Highlight in einem ganz großen Monat.
 
Artikelbild: Panini Comics
Diese Produkte wurden kostenlos zur Verfügung gestellt.
 

Der Januar 2018 ist bei DC ein ganz starker Monat, das zeigten bereits die einzelnen Heftserien in unserem DC Monthly. Mit Deathstroke, Red Hood und der Justice League of America ist es im Big Monthly nun die Stunde der Helden aus der zweiten Reihe. Doch die liefern wirklich ganz großes Kino!
Viele Helden aus der B-Liga der DC-Serien haben es diesmal in unseren Big Monthly geschafft. Deathstroke, Aquaman, Red Hood und die Outlaws, die brandneue Justice League of America und selbst Hal Jordan und das Green Lantern Corps können hierzulande an Beliebtheit nicht mit der Justice League und allen voran Batman mithalten. 
Vielleicht gerade deshalb überrascht dieser Monat den Comic-Leser, denn die B-Liga-Helden wagen es, sich dem direkten Vergleich zu stellen. Man darf vorwegnehmen: Einige dieser Reihen sind wirklich unterbewertet. Wagt man den Blick in die eher kleinen Reihen, erwarten einen Comics von überraschender Qualität.
Haupthandlung/Metaplot
Dieser Monat steckt voller neuer Bündnisse zwischen einstigen Gegnern. Während Deathstroke Seite an Seite mit einem Teen Titan kämpft, haben die Green Lanterns eine Allianz mit dem Yellow Lantern Corps geschmiedet und versuchen, diese zu verfestigen. Aquaman verbündet sich mit den Aquamarines, die zuletzt sein aquatisches Heim zerstören wollten. Währenddessen stellt Batman eine völlig neue Justice League of America zusammen, die so bunte Charaktere wie Lobo, Vixen, Atom, Black Canary und andere Helden vereinigt. Superman setzt sein Vertrauen in die rätselhafte Infinity Corporation, die seinen Tod wieder und wieder durchspielt, um ihn angeblich vor einer gewaltigen Gefahr zu retten. Und schließlich versucht Red Hood, sich endlich aus dem Schatten Batmans zu lösen, und tut sich dabei mit der kampfkräftigen Amazone Artemis und dem Superman-Klon Bizarro zusammen.
Justice League of America – Der Kryptonische Gott
Bei Der Kryptonische Gott gilt es für den Leser erst einmal, sich nicht verwirren zu lassen. Dieser Band erscheint zwar zeitgleich mit dem ersten Band der Justice League of America des Rebirth-Events, hat aber mit dieser Reihe und ihren Figuren nichts zu tun. Vielmehr ist Der Kryptonische Gott ein Sammelband mit den klassischen Helden der Justice League, und so schlagen sich hier Flash, Wonder Woman, Aquaman, Superman, Cyborg, Batman und Green Lantern Hal Jordan durch ein kosmisches Abenteuer. Die Story entstammt der Feder von Bryan Hitch. Hitch hatte es während des Rebirth-Events manches Mal nicht geschafft, mit seinen Storys für die Liga zu überzeugen. Dieser Band zeigt recht gut, wo die Stärken und Schwächen dieses Autors liegen. Zu Anfang wird der Leser Zeuge des Todes von Superman. Im Laufe der Geschichte zeigt sich aber, dass es sich nur um einen von vielen Supermen aus verschiedenen Zeitlinien handelt, deren Tode von der Infinity Corporation gesammelt und ausgewertet werden. Das erklärte Ziel: Superman vor einem Schicksal zu bewahren, das stärker ist als Raum und Zeit. Auf der Suche nach einem Weg, Supermans Tod zu verhindern, taucht die Justice League in ein Abenteuer ein, das sie sogar ins antike Krypton führt, und stellt sich einem Gegner, der nicht weniger zu sein scheint als eben der kryptonische Sonnengott Rao.
Die Geschichte ist insgesamt gut erzählt und bietet ausreichend Platz für eine ganze Menge Action. Allerdings liegen die Schwachpunkte des Ganzen in Hitchs Hang zur Story-Megalomanie. Alles wirkt so übergroß, so gewaltig, dass es den Leser zu erschlagen droht. Zeit für Feinheiten wie Charakterentwicklung bleibt da auch bei der gewaltigen Seitenfülle wenig.
Die Zeichnungen von Bryan Hitch und Tom Derenick sind sehr stark und ausdrucksvoll. Man merkt, wenn Autor und Zeichner eine echte Einheit bilden, denn dann sind Illustrationen und Geschichte perfekt aufeinander abgestimmt. Das ist hier definitiv der Fall. Die Dynamik, die die Seiten durchzieht, der gute Sinn für Choreographie und Action-Komposition machen diesen Band optisch zu einem Glanzlicht.
Die harten Fakten

Autor(en): Bryan Hytch
Zeichner(in): Bryan Hytch, Thomas „Tom“ Derenick
Seitenanzahl: 284
Preis: 24,99 EUR
Bezugsquelle: Panini Comics

 
Aquaman 4 – Tethys
Was passiert, wenn man einen erfahrenen und passionierten Warhammer 40.000-Autor auf Aquaman loslässt? Man erhält submarine Science-Fiction vom Feinsten mit einem dunklen und bitteren Touch. Dan Abnett zeigt sich in Aquaman 4 von seiner besten Seite.
Um einer grässlichen Bedrohung Herr zu werden, bei der Atlanter von Seemonstern angegriffen und in ebensolche verwandelt werden, verbündet sich Arthur Curry mit den US-Streitkräften der Aquamarines. Diese genmanipulierte Spezialeinheit, die zuletzt noch gegen Atlantis stand, tritt nun den Monstern entgegen und wird gründlich aufgemischt. Wer sich in Warhammer ein wenig auskennt, der hat das Gefühl, mitten in eine Schlacht zwischen Space Marines und Tyranniden geraten zu sein. Die Atmosphäre ist klaustrophobisch bedrückend, die Lage verzweifelt. Der Storybogen ist ausgezeichnet gelungen. Doch auch die Geschichte um Meras Rolle in Atlantis ist noch nicht zu Ende erzählt und nimmt noch einige spannende Wendungen.
Aquaman behält seine hohe Zeichenqualität bei. Die Bilder sind eindrucksvoll und schaffen es, sowohl ruhige und friedvolle, als auch politisch intrigante oder actiongeladene Szenen ins rechte Licht zu rücken.
Die harten Fakten

Autor(en): Dan Abnett
Zeichner(in): Brad Walker et al.
Seitenanzahl: 156
Preis: 16,99 EUR
Bezugsquelle: Panini Comics

 
Hal Jordan und das Green Lantern Corps 4 – Suche nach Hoffnung
Das Green Lantern Corps und die Yellow Lanterns haben ein fragiles Bündnis geschmiedet. Doch nicht alle Yellow Lanterns sind von dieser Allianz mit der Hoffnung überzeugt. Ein langer Weg bis zu einer echten Einheit liegt vor den beiden Teams. Einzelne müssen noch überzeugt werden. In seiner Überheblichkeit versucht Guy Gardner sein Überzeugungstalent ausgerechnet an Arkillo, einem der übelsten Vertreter des Corps der Angst. Es entbrennt ein Kampf Mann gegen Mann, ohne Energieringe.

Währenddessen suchen Hal Jordan und Kyle Rayner nach einer Erneuerung der Hoffnung. Doch die weiße Farbe von Kyles Kostüm erlischt im Laufe dieses Abenteuers. Was wird aus der vielleicht beliebtesten aller Lanterns?
Zeichnerisch sitzt wieder Ethan Van Sciver am Steuer. Und wie üblich gelingt es dem politisch äußerst fragwürdigen und menschlich wohl nicht wirklich sympathischen Zeichner, um den es so viele Kontroversen gibt, die Lanterns in Schönheit und Gewalt erstrahlen zu lassen. Van Sciver hat ein feines Gespür für Action und ein Talent für die Ästhetik der kosmischen Lantern-Abenteuer.
Die harten Fakten

Autor(en): Robert Venditti
Zeichner(in): Ethan Van Sciver et al
Seitenanzahl: 116
Preis: 12,99 EUR
Bezugsquelle: Panini Comics

 
Deathstroke 4 – Dämmerung
Deathstroke hat sich seit seiner Entstehung durch Marv Wolfman zu einem sehr beliebten Charakter des DCEU gemausert. Der Schurke von einst ist längst ein Anti-Held geworden und strebt langsam aber sicher Richtung A-Besetzung. Slade Wilson ist nun einmal der beste Söldner der Welt … Ist er? Deadline, ein „Arbeitskollge“, ist da etwas anderer Meinung und stellt sich Wilson in den Weg. Dieser hat aber weiterhin mit seinen familiären Problemen zu kämpfen … im wahrsten Sinne des Wortes. Denn in diesem Band kommt es zur Konfrontation des unzulänglichen Vaters mit seinem Sohn, der als Jericho im mächtigen Anzug seines Liebhabers Dr. Ikon den Kampf sucht.

Unterstützt wird Deathstroke dabei von Powergirl von den Titans und seiner Tochter. Und auch der grünhäutige Gestaltwandler Beast Boy gibt sich die Ehre. Ob diese geballte Kampfkraft ausreicht, um ein Metawesen von Jerichos Kraft in die Knie zu zwingen?
Joe Bennett ist ein echter Künstler, der sich auf Komposition und die Darstellung von Emotion versteht. Er harmoniert sehr gut mit Autor Christopher Priest, und gemeinsam gelingt ihnen mit Deathstroke eine Serie mit einer sehr tiefgründigen und gespaltenen Atmosphäre, die sich angenehm abseits des typisch-bunten Superhelden-Treibens bewegt.
Die harten Fakten

Autor(en): Christopher Priest
Zeichner(in): Joe Bennett et al.
Seitenanzahl: 116
Preis: 12,99 EUR
Bezugsquelle: Panini Comics

 
Justice League of America 1 – Die Extremists
Die neue Justice League of America hatte letzten Monat mit einem Rebirth-Special einen guten Auftakt. Hier hatte man etwas Zeit, die einzelnen Figuren dieses neuen, von Batman geschaffenen Teams näher anzuschauen. Nun ist es Zeit für den ersten großen Einsatz dieses Teams. Zugegeben, man befürchtet zunächst eine weitere Serie recht geistloser Action mit „coolen“ Anti-Helden, wie sie vom Anfang des Suicide Squad-Runs bekannt ist. Ein Team aus fragwürdigen Gestalten wie dem brutalen Kopfgeldjäger Lobo, der eiskalten Ex-Schurkin Killer Frost (die ja auch schon einen Auftritt in der Squad hatte), der zerrissenen Black Canary und unerfahrenen Figuren wie Vixen, dem Energie-Wandler Ray oder dem noch völligen Neuling Atom legen eine solche Vermutung nahe. Also war dieser Band nicht nur die Feuerprobe für das Team, sondern auch für die Serie. Diese ist gelungen. Im Kampf gegen Lord Havoc und seine Extremists überwiegt zwar, wie erwartet, die knallharte Action. Anders als bei dem Team von Amanda Waller stimmt hier aber die Zusammensetzung der Charaktere, und die Interaktion untereinander ist durchaus lebendig und amüsant. Man darf eben keine tiefgründigen, philosophischen Einlassungen erwarten. Wer Action mag, ist hier gut bedient.
Auch im Zeichenstil hebt sich Justice League of America angenehm von der verlagsinternen Hauptkonkurrenz ab. Die Zeichnungen sind klar, man verliert bei all der Action nicht die Übersicht. Klar wird es auch blutig, das lässt sich mit Lobo im Team nicht vermeiden. Doch auch Mimik und Ausdruck stimmen und kommen nicht zu kurz.
Die harten Fakten

Autor(en): Steve Orlando
Zeichner(in): Ivan Reis et al.
Seitenanzahl: 132
Preis: 14,99 EUR
Bezugsquelle: Panini Comics

 
All-Star Batman 2 – Die Enden der Welt
Zwei Titel konkurrieren in diesem Monat um den Titel „Highlight des Monats“. Einer davon ist All-Star Batman. Dieser Band hat es in sich. Den Auftakt bietet eine Konfrontation mit Dr. Victor Fries alias Mr. Freeze, der, um seine geliebte Nora endlich aus dem Kälteschlaf holen zu können, die Welt in eine globale Eislandschaft verwandeln möchte. Dieses Kapitel ist so enorm intensiv, so eindringlich und fast schmerzhaft schön in seiner kalten Ästhetik, dass der Leser sofort gefangen ist. Doch Fries ist nicht der eigentliche Kern des Problems. Um zum Drahtzieher hinter allem Übel zu kommen, muss Batman sich mit Poison Ivy, Mad Hatter und R’as al Ghul messen. Auch der Joker und die Bat-Familie scheinen sich gegen den Dunklen Ritter zu erheben.
Zudem wird die Geschichte des jungen Duke Thomas, den Batman als The Signal an seine Seite holte, fortgeführt. Das ist erfrischend, weil man von Duke bislang recht wenig zu sehen bekam. Da tut es gut, ihn in einem emotional tiefgründigen Kampf gegen Victor Zsasz, den sadistischen Schlitzer, erleben zu dürfen. Zsasz-Geschichten tragen immer das Versprechen in sich, die betroffenen Helden bis an die Grenzen zu belasten und ganz tiefe Einblicke in deren Seele zu erlauben. Das ist auch hier wieder der Fall.
Sind die Geschichten dieses Bandes schon genial, so sind die Zeichnungen die absolut stimmige Ergänzung. Jedes Kapitel weicht in seinem Zeichenstil vom Vorgänger ab und passt zur charakterlichen Atmosphäre des jeweiligen Schurken. Die psychedelische Optik um Poison Ivy, die kantig-harte Linienführung um Ra’s al Ghul, die modern-dunklen Noten bei Victor Zsasz – sie alle sind so ausdrucksvoll, dass es schwerfällt, den Band zur Seite zu legen. Besonders beeindruckt jedoch der Mr.-Freeze-Part mit seiner kalten und klirrenden Atmosphäre. Hier wurde auch komplett auf Sprechblasen verzichtet. Bei klangvollen Künstlernamen wie Jock, Tula Lotay, Giuseppe Camuncoli und Francesco Francavilla überrascht die Qualität des Bandes nicht.
Die harten Fakten

Autor(en): Scott Snyder
Zeichner(in): Jock et al.
Seitenanzahl: 180
Preis:16,99 EUR
Bezugsquelle: Panini Comics

 
Red Hood und die Outlaws Megaband 1 
Während All-Star Batman 2 unter künstlerischen Gesichtspunkten den Titel verdient hätte, ist es doch ausgerechnet Jason Todd alias Red Hood mit seinen Outlaws gelungen, den Comic-Band seines einstigen Mentors zu übertrumpfen. Denn Red Hood und die Outlaws Megaband 1 ist ein Fest für langjährige DC-Fans. Jason Todd möchte endlich aus dem Schatten seines Mentors Batman heraustreten und ein neues Leben beginnen – nach eigenen Regeln. Als Bruce ihn für Ermittlungen gegen Black Mask einstellt, ist Jason zunächst mehr als skeptisch, doch er nimmt die Aufgabe an und schleust sich in Black Masks Organisation ein. Hier lernt er nicht nur, dass Batmans Regeln durchaus ihre Berechtigung und auch ihn maßgeblich geprägt haben. Er lernt auch die temperamentvolle Amazone Artemis kennen, die sich auf der Suche nach einer göttlichen Waffe befindet. Bald gesellt sich auch der Superman-Klon Bizarro zu dem ungewöhnlichen Duo und stellt die beiden so dickköpfigen Helden vor eine große Herausforderung: Sie wollen ihm helfen, einen Platz in der Welt zu finden.
Endlich gelingt es einem Kreativteam, wieder richtig an die Vergangenheit von Jason Todd anzuknüpfen und den Charakter als Ganzes zu sehen, nicht nur als den Robin, den der Joker irgendwann einmal getötet hat. Wer seinerzeit Storybögen wie die erste Begegnung zwischen Batman und Jason, Jasons Aufwachsen bei Ma Gunn und schließlich seinen Tod in Tod in der Familie miterlebt hat, der wird endlich wieder den jungen Mann erkennen, der damals die Reifen des Batmobils stahl. Die Begegnung zwischen Batman und Jason fand 1983 statt, es war eine der ersten Batman-Geschichten, die ich zu lesen bekam. Daher verbindet mich viel mit diesem zweiten Robin. Der Charme dieses Comics entfaltet also bei mir seine volle Wirkung.
Auch die anderen beiden Protagonisten sind hervorragend charakterisiert. Artemis ist eine schuldzerfressene, dickköpfige Kriegerin, die einige Dinge in ihrem Leben einfach wieder richtigstellen möchte. Dabei fällt der Schatten Wonder Womans immer wieder über sie, und sie wehrt sich tapfer gegen dieses Amazonen-Image. Bizarro ist weit mehr als der Anti-Superman, der er einmal war. Er erinnert in der neuen Konzeption mehr an Mary Wollstonecraft Shelleys Frankenstein.

Wie das Monster ist er eine kindlich-freundliche Seele in einem Köper, der zu viel Kraft und Macht besitzt. Die Welt betrachtet ihn mit Argwohn und Ablehnung, doch er sieht die Schönheit, sucht Nähe und Vertrauen. Diese Outlaws sind keine knallig-bunten Antihelden mit coolen Sprüchen, wie wir sie in der Vergangenheit erlebt haben. Es sind zerrissene Gestalten mit dem Wunsch nach Hoffnung, die beieinander nach Halt suchen.
Die Zeichnungen sind lebendig und wissen mit klassischem DC-Stil zu überzeugen. Die Figuren sehen großartig aus, Szenerien und Sequenzen wirken sehr real und detailliert. Auch die emotionale Komponente kommt nicht zu kurz, was sich sehr schön in Szenen zeigt, in denen Jason mit Bizarro am See sitzt und über die Welt sinniert. Insbesondere das Abschluss-Bild des Megabandes erschlägt förmlich mit Emotionalität und schreit nach einer schnellen Fortsetzung.
Die harten Fakten

Autor(en): Scott Lobdell
Zeichner(in): Dexter Soy
Seitenanzahl: 268
Preis: 28,00 EUR
Bezugsquelle: Panini Comics

 
Fazit des Monats
Der Januar 2018 ist ein Spitzenmonat, und wenn das Jahr so weitergeht, wird es ein tolles Jahr bei DC/Panini. Während Deathstroke sich seinem Sohn endlich in einem vielleicht entscheidenden Duell stellt, kommt bei Aquaman echte düstere SciFi-Stimmung wie bei Warhammer 40.000 auf, als Atlantis von gigantischen Bestien heimgesucht wird. Der Sammelband Der Kryptonische Gott weiß leider nicht völlig zu überzeugen, dafür bietet aber die neue Justice League of America in ihrem ersten Band ein ausgewogenes Miteinander von Action und Charakter-Interaktion. Hal Jordans Green Lantern Corps muss sich auf einige sehr überraschende Entwicklungen gefasst machen. Insbesondere Kyle Raynor ist nach diesem Band nicht mehr, was er einmal war. Aber die wirklichen Highlights sind All-Star Batman und Red Hood und die Outlaws.
Bei All-Star Batman vereinigt Scott Snyder sein Schreibtalent mit der Kunst einiger der namhaftesten Comic-Künstler, und so entsteht ein Meisterwerk an Bildkompositionen und Erzählkunst. Red Hood und die Outlaws ist hingegen Rebirth auf höchstem Niveau. Endlich wird Jason Todd wieder als der Charakter präsentiert, der er einst war. Ihm zur Seite stehen zwei tolle Figuren, denn Artemis und Bizarro sind absolut liebenswert und toll inszeniert. Ein verdientes Highlight in einem ganz großen Monat.
 
Artikelbild: Panini Comics
Diese Produkte wurden kostenlos zur Verfügung gestellt.
 

Quelle: www.teilzeithelden.de DC Big Monthly Januar 18 – Spitzenstart ins neue Jahr mit frischen Gesichtern

DC Monthly Januar 2018: Mit voller Kraft ins Neue Jahr

DC Monthly Januar 2018: Mit voller Kraft ins Neue Jahr
Das neue Jahr hat begonnen, und damit erwachen natürlich in jedem Comic-Leser auch neue Erwartungen. Setzt das DCU seinen bisherigen Kurs fort, so dürfen wir starke Comics und streckenweise kriselnde Verfilmungen erwarten, die Leser und Zuschauer erneut spalten werden. Zumindest für die treuen Leser geht es 2018 jedoch gut los.
2017 war für DC Entertainment ein durchwachsenes Jahr. In der Filmbranche blieb man weit hinter den hohen Erwartungen der Fans zurück. Insbesondere Justice League spaltete die Zuschauerschaft. Doch bei den Comics wurde der Beginn des großartigen Rebirth-Events in Deutschland gefeiert, eines Ereignisses, das eine Wiedergeburt des beliebten DC-Universums darstellte.
In der Rückschau darf man sagen, dass der Auftakt von Rebirth ein voller Erfolg war und das Konzept, bekannte und zum Teil angestaubte Figuren in neuen Kontext und neue Beziehungsgeflechte einzubauen, bislang gut aufgegangen ist. 2018 geht Rebirth nun in die nächste Runde, bevor wir uns in Kürze auf die Auflösung der größten Mysterien des Events freuen dürfen. Bis dahin wartet der Januar jedoch mit einigen wirklich starken Stories auf.
Haupthandlung/Metaplot
Sollte eine Überschrift für alle Hefte des Januar gefunden werden, müsste sie wohl „Die Vorbereitung“ lauten. Denn große Enthüllungen werfen ihre Schatten voraus, wenn in Kürze die Story um Batman und den mysteriösen Smiley-Button beginnt. Daher wird Altes langsam zum Abschluss geführt, der Schleier der Geheimnisse beginnt sich zu lüften.
Justice League 9 – Was ist Zeit?
Bryan Hitch setzt seine neue, recht stark erzählte Justice League-Story in Zeitlos weiter fort. Die Zeit ist weiterhin aus den Fugen und unsere Helden quer durch die Epochen verteilt. Vom alten Atlantis, in dem sich Aquaman tapfer schlägt, über Wonder Womans Aufenthalt im alten Griechenland bis in die fernste Zukunft reicht Hitchs bislang stärkste Geschichte im Rahmen von Rebirth durch vielfältige Epochen. Dabei gilt es nicht nur Braniac zu bekämpfen. Denn hinter allem scheint sich ein viel zerstörerischer Feind mit tödlichen Absichten zu verbergen. Handelt es sich wirklich um Lex Luthors Tochter?
Hitch liefert hier nicht nur die beste Story der bislang manchmal kränkelnden Justice League seit Beginn von Rebirth. Der Leser erhält außerdem ein nettes Bonus-Geschenk. Denn dem eingeschweißten Heft liegt ein Panini-Sammelalbum zur Verfilmung der Justice League und den anderen Filmen wie Man of Steel, Batman V Superman und Wonder Woman bei.
Auch zeichnerisch ist dieses Heft aus dem Zeichenstift von Fernando Pasarin früheren Ausgaben der Serie überlegen. Der Spanier zeigt in seinem Stil immer noch Ansätze franko-belgischer Comic-Kunst, womit seine Karriere einst ihren Anfang nahm. Dies zeigt sich insbesondere in den dynamischen Konturen und der Emotionalität seiner Charaktere. Die ausgeprägten Kolorierungen von Christian Heiss fügen einen amerikanischen und DC-typischen Touch hinzu, was insgesamt ein stimmiges, irgendwie klassisch wirkendes Gesamtbild ergibt.
Die harten Fakten

Autor(en): Bryan Hitch
Zeichner(in): Fernando Pasarin
Seitenanzahl: 52
Preis: 4,99 EUR
Bezugsquelle: Panini Comics

 
Suicide Squad 7 – Tod und Auferstehung
Auch die Suicide Squad setzt ihren im letzten Jahr schwach begonnenen Lauf nun mit neuer Kraft fort. Nach dem Tod ihrer verhasst-geliebten Anführerin Amanda Waller schlägt sich das Team mit dem fanatischen Wüstenkrieger Rustam herum. Doch was wie die typische Schlägerei zwischen Anti-Helden und Schurken beginnt, treibt die Squad an die Grenze ihrer Belastbarkeit. Tod, Verrat und Erschöpfung lauern an allen Enden. Während einige Squad-Mitglieder (und unter ihnen besonders Captain Boomerang) zu sich selbst finden müssen, finden andere den Untergang. Am Ende des Tunnels liegt jedoch Hoffnung… in der Form, die man vielleicht am wenigsten erwartet hätte.
Während die Story stark und dynamisch wirkt, treffen die Zeichnungen von John Romita Jr. nicht ganz meinen Geschmack. Sie wirken sehr jugendlich und frisch, jedoch in ihren Konturen zu scharfkantig und teilweise sperrig und roh. Das passt jedoch ganz gut zu der neu gewonnenen Dynamik, die die Serie nun auszeichnet.
Die harten Fakten

Autor(en):Rob Williams
Zeichner(in): John Romita Jr., Eddy Barrows
Seitenanzahl: 52
Preis: 4,99 EUR
Bezugsquelle:  Panini Comics

 
Batman 9 – Ich bin Batman
Der Kampf zwischen Batman und Bane, jener Kampf, der mittlerweile fast genauso prägend für den Dunklen Ritter ist wie sein Konflikt mit dem Joker, geht weiter. Tom King präsentiert dem Leser eine geniale Fortsetzung der Geschichte, die in diesem Band nun in die Endrunde geht. Dabei sind deutliche Anspielungen auf das Mega-Event der 1990er Jahre, Batman: Knightfall, sichtbar. Einst hatte Bane die größten Schurken aus Arkham entlassen, um Batman zu ermüden und ihn schließlich brechen zu können. Nun schlägt sich Bane seinerseits durch Gegner wie Maxi Zeus, Two-Face, Firefly und andere, bevor es zur finalen Konfrontation mit Gothams geflügeltem Rächer kommt. Diesmal ist Batman an Entschlossenheit nicht zu überbieten, und der Endkampf verdeutlicht, wie all die Erfahrungen der vergangenen Monate den Dunklen Ritter auf genau diesen Moment vorbereitet haben. Doch reicht das aus, um den Mann zu schlagen, der ihn einst brach?
Für langjährige Batman-Fans sind David Finchs Zeichnungen ein Fest, denn sie lassen das Flair alter Tage wieder lebendig werden. Finch zeigt große Handwerkskunst, die noch nach echten Zeichnungen und wenig Computer aussieht. Das erinnert deutlich an die 1990er Jahre und passt perfekt zu dieser großen Storyline.
Die harten Fakten

Autor(en): Tom King
Zeichner(in): David Finch
Seitenanzahl: 52
Preis:4,99 EUR
Bezugsquelle:  Panini Comics

 
Batman: Detective Comics – Allein gegen die Schatten?
Die Liga der Schatten, die League of Shadows, ist kein leichter Gegner. Und mit Ra’s al Ghul und Lady Shiva tummeln sich gleich zwei Superschwergewichte des organisierten Verbrechens auf den Straßen Gothams. Batman und sein Team sind in einen Malstrom des Bösen geraten, der das Vertrauen zwischen den Teammitgliedern zu vernichten droht. Besonders Orphan, die schweigsame Kriegerin, die einst das Batgirl-Kostüm trug, muss sich schweren Fragen und Entscheidungen stellen. Die Serie um das vielleicht faszinierendste Bat-Team jemals setzt ihren starken Lauf fort, und die Story entfaltet ihre Soap-Opera-Elemente in gekonnter Manier. Dabei zeichnet sich ab, dass auch das Geheimnis um Red Robins Verschwinden bald gelüftet werden könnte.
Allerdings hat sich bei den Zeichnungen seit Beginn der Serie doch ein leichter Qualitätsverlust eingeschlichen. Was mit überragender Zeichenkunst begann, verdient nun unter Christian Duce Fernandez und Fernando Blanco „nur“ noch die Note „gut“.
Die harten Fakten

Autor(en): James Tynion IV
Zeichner(in):Fernando Blanco, Christian Duce Fernandez
Seitenanzahl:52
Preis: 4,99 EUR
Bezugsquelle: Panini Comics

 
Superman 9 – Geheime Identität 
Auch bei Superman scheint langsam Licht in einige der wirklich großen Geheimnisse des aktuellen Meta-Plots zu kommen. Dennoch bleibt die Geschichte so verworren, wie sie seit Die letzten Tage von Superman begonnen hat. Lana Lang alias Superwoman liegt im Sterben. Darum sucht der Mann in Stahl, Steel, den Mann aus Stahl, Superman, auf, um ihn um Hilfe zu bitten. Zusammen ringen sie um das Überleben der gemeinsamen Freundin. Währenddessen versucht Lois Lane weiter, das Geheimnis von Clark Kents Identität zu lüften. Damit nicht genug, erhält sie auch noch einen Heiratsantrag des undurchsichtigen neuen Clark.
Natürlich lehnt die Mutter von Supermans Sohn ab. Doch ein Clark Kent gibt sich mit einer Absage nicht so einfach zufrieden. Dieses Heft bereitet den Auftakt zur Schlüsselgeschichte Superman Reborn vor, die im nächsten Heft beginnen wird. Dabei ist allein dieses Prequel so spannungsgeladen, dass der Leser gebannt auf die Auflösung all der Wirrnisse wartet.
Diese spannende Geschichte von Dan Jurgens wird von Patch Zircher und Stephen Segovia meisterlich in Szene gesetzt. Schöne, klare Zeichnungen sprechen eine deutliche und ausdrucksvolle Bildsprache, die sowohl Action als auch Gefühl bestens einfangen kann. Mimik, Perspektive und Dynamik lassen die Bilder vor dem inneren Auge lebendig werden und ziehen den Betrachter mitten hinein in das Geschehen.
Die harten Fakten

Autor(en): Dan Jurgens
Zeichner(in): Stephen Segovia, Patch Zircher
Seitenanzahl:52
Preis: 4,99 EUR
Bezugsquelle:  Panini Comics

 
Fazit des Monats
Das Jahr 2018 beginnt vielversprechend bei DC/Panini, denn große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Endlich wird der Leser erfahren, was es mit dem Button auf sich hat, endlich wird das Verschwinden von Red Robin einen Sinn ergeben. Doch dazu müssen andere Ereignisse erst ihren Abschluss finden. Während die Justice League mit ihrer unfreiwilligen Zeitreise die stärkste Story seit Beginn des Rebirth-Events hinlegt, hat auch die Suicide Squad endlich zu sich gefunden und an erzählerischer Dynamik gewonnen. Allerdings steht das Team auch vor der größten Krise seit seinem Bestehen. Das geht dem Team, das sich unter dem Wappen der Fledermaus in Detective Comics vereinigt hat, nicht anders. Mit Ra’s al Ghul und Lady Shiva tummeln sich zwei Schwergewichte des Verbrechens in Gotham, und das Team um Batman steht vor schweren Entscheidungen.
Batman selbst hingegen stellt sich in seiner Solo-Reihe einem seiner schlimmsten Gegner. Der Kampf zwischen dem Millionär aus Gotham und dem Sträfling aus Santa Prisca geht mit gnadenloser Härte weiter und bezieht einige der größten Schurken aus Batmans Galerie des Bösen mit ein. Doch das Highlight des Monats ist Superman, denn um die Familie, die Freunde und die Welt des Stählernen wird eine sehr dichte Geschichte gewoben, die großen Appetit auf das Event Superman Reborn macht. Der Jahresauftakt ist großartig gelungen.
Artikelbild: Panini Comics
Diese Produkte wurden kostenlos zur Verfügung gestellt.
 

Das neue Jahr hat begonnen, und damit erwachen natürlich in jedem Comic-Leser auch neue Erwartungen. Setzt das DCU seinen bisherigen Kurs fort, so dürfen wir starke Comics und streckenweise kriselnde Verfilmungen erwarten, die Leser und Zuschauer erneut spalten werden. Zumindest für die treuen Leser geht es 2018 jedoch gut los.
2017 war für DC Entertainment ein durchwachsenes Jahr. In der Filmbranche blieb man weit hinter den hohen Erwartungen der Fans zurück. Insbesondere Justice League spaltete die Zuschauerschaft. Doch bei den Comics wurde der Beginn des großartigen Rebirth-Events in Deutschland gefeiert, eines Ereignisses, das eine Wiedergeburt des beliebten DC-Universums darstellte.
In der Rückschau darf man sagen, dass der Auftakt von Rebirth ein voller Erfolg war und das Konzept, bekannte und zum Teil angestaubte Figuren in neuen Kontext und neue Beziehungsgeflechte einzubauen, bislang gut aufgegangen ist. 2018 geht Rebirth nun in die nächste Runde, bevor wir uns in Kürze auf die Auflösung der größten Mysterien des Events freuen dürfen. Bis dahin wartet der Januar jedoch mit einigen wirklich starken Stories auf.
Haupthandlung/Metaplot
Sollte eine Überschrift für alle Hefte des Januar gefunden werden, müsste sie wohl „Die Vorbereitung“ lauten. Denn große Enthüllungen werfen ihre Schatten voraus, wenn in Kürze die Story um Batman und den mysteriösen Smiley-Button beginnt. Daher wird Altes langsam zum Abschluss geführt, der Schleier der Geheimnisse beginnt sich zu lüften.
Justice League 9 – Was ist Zeit?
Bryan Hitch setzt seine neue, recht stark erzählte Justice League-Story in Zeitlos weiter fort. Die Zeit ist weiterhin aus den Fugen und unsere Helden quer durch die Epochen verteilt. Vom alten Atlantis, in dem sich Aquaman tapfer schlägt, über Wonder Womans Aufenthalt im alten Griechenland bis in die fernste Zukunft reicht Hitchs bislang stärkste Geschichte im Rahmen von Rebirth durch vielfältige Epochen. Dabei gilt es nicht nur Braniac zu bekämpfen. Denn hinter allem scheint sich ein viel zerstörerischer Feind mit tödlichen Absichten zu verbergen. Handelt es sich wirklich um Lex Luthors Tochter?
Hitch liefert hier nicht nur die beste Story der bislang manchmal kränkelnden Justice League seit Beginn von Rebirth. Der Leser erhält außerdem ein nettes Bonus-Geschenk. Denn dem eingeschweißten Heft liegt ein Panini-Sammelalbum zur Verfilmung der Justice League und den anderen Filmen wie Man of Steel, Batman V Superman und Wonder Woman bei.
Auch zeichnerisch ist dieses Heft aus dem Zeichenstift von Fernando Pasarin früheren Ausgaben der Serie überlegen. Der Spanier zeigt in seinem Stil immer noch Ansätze franko-belgischer Comic-Kunst, womit seine Karriere einst ihren Anfang nahm. Dies zeigt sich insbesondere in den dynamischen Konturen und der Emotionalität seiner Charaktere. Die ausgeprägten Kolorierungen von Christian Heiss fügen einen amerikanischen und DC-typischen Touch hinzu, was insgesamt ein stimmiges, irgendwie klassisch wirkendes Gesamtbild ergibt.
Die harten Fakten

Autor(en): Bryan Hitch
Zeichner(in): Fernando Pasarin
Seitenanzahl: 52
Preis: 4,99 EUR
Bezugsquelle: Panini Comics

 
Suicide Squad 7 – Tod und Auferstehung
Auch die Suicide Squad setzt ihren im letzten Jahr schwach begonnenen Lauf nun mit neuer Kraft fort. Nach dem Tod ihrer verhasst-geliebten Anführerin Amanda Waller schlägt sich das Team mit dem fanatischen Wüstenkrieger Rustam herum. Doch was wie die typische Schlägerei zwischen Anti-Helden und Schurken beginnt, treibt die Squad an die Grenze ihrer Belastbarkeit. Tod, Verrat und Erschöpfung lauern an allen Enden. Während einige Squad-Mitglieder (und unter ihnen besonders Captain Boomerang) zu sich selbst finden müssen, finden andere den Untergang. Am Ende des Tunnels liegt jedoch Hoffnung… in der Form, die man vielleicht am wenigsten erwartet hätte.
Während die Story stark und dynamisch wirkt, treffen die Zeichnungen von John Romita Jr. nicht ganz meinen Geschmack. Sie wirken sehr jugendlich und frisch, jedoch in ihren Konturen zu scharfkantig und teilweise sperrig und roh. Das passt jedoch ganz gut zu der neu gewonnenen Dynamik, die die Serie nun auszeichnet.
Die harten Fakten

Autor(en):Rob Williams
Zeichner(in): John Romita Jr., Eddy Barrows
Seitenanzahl: 52
Preis: 4,99 EUR
Bezugsquelle:  Panini Comics

 
Batman 9 – Ich bin Batman
Der Kampf zwischen Batman und Bane, jener Kampf, der mittlerweile fast genauso prägend für den Dunklen Ritter ist wie sein Konflikt mit dem Joker, geht weiter. Tom King präsentiert dem Leser eine geniale Fortsetzung der Geschichte, die in diesem Band nun in die Endrunde geht. Dabei sind deutliche Anspielungen auf das Mega-Event der 1990er Jahre, Batman: Knightfall, sichtbar. Einst hatte Bane die größten Schurken aus Arkham entlassen, um Batman zu ermüden und ihn schließlich brechen zu können. Nun schlägt sich Bane seinerseits durch Gegner wie Maxi Zeus, Two-Face, Firefly und andere, bevor es zur finalen Konfrontation mit Gothams geflügeltem Rächer kommt. Diesmal ist Batman an Entschlossenheit nicht zu überbieten, und der Endkampf verdeutlicht, wie all die Erfahrungen der vergangenen Monate den Dunklen Ritter auf genau diesen Moment vorbereitet haben. Doch reicht das aus, um den Mann zu schlagen, der ihn einst brach?
Für langjährige Batman-Fans sind David Finchs Zeichnungen ein Fest, denn sie lassen das Flair alter Tage wieder lebendig werden. Finch zeigt große Handwerkskunst, die noch nach echten Zeichnungen und wenig Computer aussieht. Das erinnert deutlich an die 1990er Jahre und passt perfekt zu dieser großen Storyline.
Die harten Fakten

Autor(en): Tom King
Zeichner(in): David Finch
Seitenanzahl: 52
Preis:4,99 EUR
Bezugsquelle:  Panini Comics

 
Batman: Detective Comics – Allein gegen die Schatten?
Die Liga der Schatten, die League of Shadows, ist kein leichter Gegner. Und mit Ra’s al Ghul und Lady Shiva tummeln sich gleich zwei Superschwergewichte des organisierten Verbrechens auf den Straßen Gothams. Batman und sein Team sind in einen Malstrom des Bösen geraten, der das Vertrauen zwischen den Teammitgliedern zu vernichten droht. Besonders Orphan, die schweigsame Kriegerin, die einst das Batgirl-Kostüm trug, muss sich schweren Fragen und Entscheidungen stellen. Die Serie um das vielleicht faszinierendste Bat-Team jemals setzt ihren starken Lauf fort, und die Story entfaltet ihre Soap-Opera-Elemente in gekonnter Manier. Dabei zeichnet sich ab, dass auch das Geheimnis um Red Robins Verschwinden bald gelüftet werden könnte.
Allerdings hat sich bei den Zeichnungen seit Beginn der Serie doch ein leichter Qualitätsverlust eingeschlichen. Was mit überragender Zeichenkunst begann, verdient nun unter Christian Duce Fernandez und Fernando Blanco „nur“ noch die Note „gut“.
Die harten Fakten

Autor(en): James Tynion IV
Zeichner(in):Fernando Blanco, Christian Duce Fernandez
Seitenanzahl:52
Preis: 4,99 EUR
Bezugsquelle: Panini Comics

 
Superman 9 – Geheime Identität 
Auch bei Superman scheint langsam Licht in einige der wirklich großen Geheimnisse des aktuellen Meta-Plots zu kommen. Dennoch bleibt die Geschichte so verworren, wie sie seit Die letzten Tage von Superman begonnen hat. Lana Lang alias Superwoman liegt im Sterben. Darum sucht der Mann in Stahl, Steel, den Mann aus Stahl, Superman, auf, um ihn um Hilfe zu bitten. Zusammen ringen sie um das Überleben der gemeinsamen Freundin. Währenddessen versucht Lois Lane weiter, das Geheimnis von Clark Kents Identität zu lüften. Damit nicht genug, erhält sie auch noch einen Heiratsantrag des undurchsichtigen neuen Clark.
Natürlich lehnt die Mutter von Supermans Sohn ab. Doch ein Clark Kent gibt sich mit einer Absage nicht so einfach zufrieden. Dieses Heft bereitet den Auftakt zur Schlüsselgeschichte Superman Reborn vor, die im nächsten Heft beginnen wird. Dabei ist allein dieses Prequel so spannungsgeladen, dass der Leser gebannt auf die Auflösung all der Wirrnisse wartet.
Diese spannende Geschichte von Dan Jurgens wird von Patch Zircher und Stephen Segovia meisterlich in Szene gesetzt. Schöne, klare Zeichnungen sprechen eine deutliche und ausdrucksvolle Bildsprache, die sowohl Action als auch Gefühl bestens einfangen kann. Mimik, Perspektive und Dynamik lassen die Bilder vor dem inneren Auge lebendig werden und ziehen den Betrachter mitten hinein in das Geschehen.
Die harten Fakten

Autor(en): Dan Jurgens
Zeichner(in): Stephen Segovia, Patch Zircher
Seitenanzahl:52
Preis: 4,99 EUR
Bezugsquelle:  Panini Comics

 
Fazit des Monats
Das Jahr 2018 beginnt vielversprechend bei DC/Panini, denn große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Endlich wird der Leser erfahren, was es mit dem Button auf sich hat, endlich wird das Verschwinden von Red Robin einen Sinn ergeben. Doch dazu müssen andere Ereignisse erst ihren Abschluss finden. Während die Justice League mit ihrer unfreiwilligen Zeitreise die stärkste Story seit Beginn des Rebirth-Events hinlegt, hat auch die Suicide Squad endlich zu sich gefunden und an erzählerischer Dynamik gewonnen. Allerdings steht das Team auch vor der größten Krise seit seinem Bestehen. Das geht dem Team, das sich unter dem Wappen der Fledermaus in Detective Comics vereinigt hat, nicht anders. Mit Ra’s al Ghul und Lady Shiva tummeln sich zwei Schwergewichte des Verbrechens in Gotham, und das Team um Batman steht vor schweren Entscheidungen.
Batman selbst hingegen stellt sich in seiner Solo-Reihe einem seiner schlimmsten Gegner. Der Kampf zwischen dem Millionär aus Gotham und dem Sträfling aus Santa Prisca geht mit gnadenloser Härte weiter und bezieht einige der größten Schurken aus Batmans Galerie des Bösen mit ein. Doch das Highlight des Monats ist Superman, denn um die Familie, die Freunde und die Welt des Stählernen wird eine sehr dichte Geschichte gewoben, die großen Appetit auf das Event Superman Reborn macht. Der Jahresauftakt ist großartig gelungen.
Artikelbild: Panini Comics
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Quelle: www.teilzeithelden.de DC Monthly Januar 2018: Mit voller Kraft ins Neue Jahr

DC Big Monthly August 2017 – Batman und Robin Versus Superman und Superboy

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DC Big Monthly Juni 2017 – Erstes Rebirth-Crossover bei Batman

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Rezension: Titans 1 – Wally Wests seltsame Reise durch die Zeit (DC)

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DC-Monthly Mai 2017: Der Monat der fliegenden Fäuste

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