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Angeschaut: Black Lightning – Back in Neonblau (Netflix/DC) – Wer ist der Kerl eigentlich?

Angeschaut: Black Lightning – Back in Neonblau (Netflix/DC) – Wer ist der Kerl eigentlich?
Black Lightning ist zurück. Der DC-Held aus der zweiten Reihe bekommt eine eigene Netflix Serie und der Pilot wurde dieser Tage ausgestrahlt. Ob der einst etwas sehr klischeehafte Held heutzutage bestehen kann und die Zuschauer auf dem kleinen Schirm begeistern kann? Wir haben ihn uns angesehen.
Jefferson Pierce, ein ehemaliger olympischer Zehnkämpfer, hat es sich zur Aufgabe gemacht seinen Stadtteil, beziehungsweise seine Stadt, vom üblen Einfluss der Gang „The 100“ zu befreien. Erstmalig tauchte der Superheld 1977 bei DC auf und war damit der erste afroamerikanische Held eines großen Comicverlages.
Black Lightning, (c) DC Comics
Der afroamerikanische Autor Tony Isabelle, der unter anderem auch an den Marvel-Reihen Luke Cage, Ghostrider und Captain America mitwirkte, und der ebenfalls afroamerikanische Zeichner Trevor van Eeden (Batman, Green Arrow) gestalteten ihn als einen mutigen Mann mittleren Alters, der zunächst als Olympionike zu Ruhm gelangte und später an seiner alten Schule erst als Lehrer und letztlich sogar als Direktor tätig war. Doch die Kriminalität in der Stadt nahm immer mehr überhand und als einer seiner Schüler starb, entschied sich der vom Sport gestählte Mann, dem Bösen die Stirn zu bieten.
Black Lightning, (c) DC Comics
Mit Hilfe eines hochentwickelten Gürtels, der ihm elektrische Kräfte verlieh warf er sich in den Kampf. Um seine wahre Identität zu verbergen, trug er dabei eine Afro-Perücke und eine weiße Domino-Maske. Dieses etwas gewöhnungsbedürftige Äußere war der Tatsache geschuldet, dass Black Lightning ein Kind des Bronze Age of Comics, also eines Zeitalters mit Pioniergeist, aber auch sehr ungewöhnlichen und bizarren Einfällen ist. Sein Outfit erinnerte sehr stark an den Disco-Stil, der zu dieser Zeit en vogue war, und wäre heute nicht mehr zeitgemäß. Außerdem passte er seinen Sprachstil dem Straßen-Slang an. Es ist interessant zu bemerken, dass er sich das damals vorherrschende Klischee aneignete, um sich und seine Liebsten zu schützen.
Im Laufe der Jahre trat er diversen Teams bei und verließ diese wieder. Legte die Perücke ab und trug mal Glatze, mal Dreadlocks. Das erste Team, in dem er sich engagierte, waren die von Batman gegründeten Outsiders. Dieses Team sollte jene Probleme lösen, um die Batman sich nicht selbst kümmern konnte. Zu den Mitgliedern der Outsiders gehörte auch Katana, die heute im Suicide Squad einer der beliebtesten Charaktere ist. Black Lightning zog weiter zur JLA, aber lange hielt es ihn nie in einem Team, auch wenn er sich ab und an mit Blue Devil, Batman und Superman zusammentat. Die Familie war immer sein höchstes Gut. Seine beiden Töchter werden später ebenfalls zu Superhelden, Thunder und Lightning.
Einen Tiefpunkt seiner Karriere erreichte er, als er unter Präsident Lex Luthor zum Bildungsberater der Regierung aufstieg. Das brachte ihm viel Misstrauen ein. Jüngst tauchte der Charakter auch im DC-Action-Spiel Injustice 2 als spielbare Figur auf.
Neues Licht, alte Schatten – die Serie
Nun ist die eigenständige Netflix-Serie Black Lightning gestartet. Sie ist weder Teil des DC Cinematic Universe, noch mit den erfolgreichen Serien des Arrowverse verbunden. Netflix hat aber nicht ausgeschlossen, die Eigenproduktion bei Erfolg für eine Verknüpfung mit Arrow, Flash, Supergirl und Co vorzuschlagen. In seiner neuen Gestalt weist die Welt von Black Lightning überraschend wenig Unterschiede zu ihren Ursprüngen auf. Hier liegt die Garfield Highschool, an welcher er als Direktor tätig ist, jedoch nicht im Suicide Slum von Metropolis, sondern in der eigenständigen Großstadt Freeland City. Die Gang The 100 terrorisiert die Bürger und die Polizei ist machtlos und korrupt. Jefferson Pierces älteste Tochter schließt sich einem Protest gegen die Gang und die Polizei an und wird verhaftet. Ausgerechnet an dem Abend, an dem ihr Vater für seine gemeinnützige Arbeit geehrt werden soll. Als sie auf dem Weg vom Polizeipräsidium zur Schule von rassistischen Cops angehalten und schikaniert werden, kann Jeff nur schwer an sich halten.
Später schleicht sich die jüngere Tochter von der Veranstaltung und geht mit ihrer besten Freundin in den Club 100, der diesen Namen nicht grundlos trägt. Dort gerät sie prompt in Schwierigkeiten, als sie mit einem kleinen Gauner anbandelt, welcher wiederum Probleme mit Lala, dem Kopf der Gang, hat. Nun ist es an Papa seinen Sprössling, im wahrsten Sinne, rauszuhauen. Unerkannt kann Jeff seiner Tochter beistehen, bricht dabei allerdings das Versprechen, das er seiner geschiedenen Frau neun Jahre zuvor gab: nie wieder Black Lightning.
Damals hatte er den Unterweltboss Tobias Whale besiegt und wurde dabei schwer verletzt. Trotz seines Versprechens ließ sich seine Frau von ihm scheiden, da sie die Angst um ihn und die Kinder nicht mehr ertragen konnte. Diesen Ausrutscher kann Jefferson gerade noch vor ihr verheimlichen.
Einige Tage später eskaliert die Situation jedoch, als der kleine Gauner, auf Rache für die Demütigung gegenüber seinem Boss sinnend, mit einigen Kumpels die Schule stürmt, beide Töchter des Direktors entführt und als Geiseln nimmt. Diesmal ist sogar Jeffs Exfrau damit einverstanden, dass er losgeht und ihre Kinder zurückholt. Black Lightning is back!

Hat die Serie mich geflashed?
Ich muss sagen, ja.  Ich werde die Serie definitiv weiterverfolgen. In meinen Augen ist „The Resurrection“ – „Die Auferstehung“ ein gelungener Auftakt für eine durchaus vielversprechende Serie.
In dieser Version sind Jeffersons Kräfte inhärent und nicht durch Technologie unterstützt. Ihr Ursprung liegt noch im Dunkeln und wird hoffentlich in einer späteren Folge thematisiert.
Sein Auftreten ist cool und selbstbewusst, auch wenn er nicht der typische, junge, dynamische Superheld ist, welcher von Dach zu Dach hüpft. Er ist gesetzter, gefestigter in seinen Ansichten und Überzeugungen. Erst der Umstand, dass seine Familie unmittelbar bedroht wird, lässt ihn wieder zum Vigilanten werden. Was ihn direkt wieder zur Zielscheibe von Polizei und Gangstern macht. Hier finde ich es gut, dass ein TV-Kommentator tatsächlich die Frage stellt: „Andere Städte haben auch kostümierte die auf den Straßen kämpfen. Das sind Helden! Warum ist Black Lightning keiner?“ Und Jeffs philosophischer Rat seiner Tochter gegenüber, wer Gewalt mit Gewalt begegne, erzeuge nur noch mehr Gewalt, wird sich schon bald bewahrheiten.
Allerdings habe ich auch ein wenig Kritik anzubringen:
Es hat den Anschein, dass alle, wirklich alle, hellhäutigen Menschen in Freeland entweder korrupt oder rassistisch veranlagt sind. Zwar gibt es auch genügend böse dunkelhäutige Gangster und Spießgesellen, die durchs Bild huschen, aber irgendwie hat kein weißer Mensch auch nur ein gutes Wort zu sagen oder auch nur eine harmlose Rolle. Der Oberbösewicht ist ein Albino-Afroamerikaner, seine schrägen Killer-Assistenten sind Kaukasier und selbst unter den Reportern stellen nur Weiße die unangenehmen Fragen und wollen die Polizei bloßstellen.  Ist das nun Gesellschaftskritik anhand umgekehrter Klischees? Ich bin ein wenig irritiert von diesem Umstand.
Witzig fand ich, dass Jefferson Pierce auch in dieser Inkarnation in seiner Black Lightning Persona die Mundart der Gangster imitiert und als hochangesehener Direktor eben sehr gewählt spricht. Zwar würde ihn normalerweise jeder halbwegs clevere Mensch hinter der Skibrille und im Neon-Leuchte-Anzug erkennen, aber das ist Genre-Standard.
Ich bin gespannt, wie es weiter geht.

Artikelbilder: Netflix, The CW, DC Comics
 

Black Lightning ist zurück. Der DC-Held aus der zweiten Reihe bekommt eine eigene Netflix Serie und der Pilot wurde dieser Tage ausgestrahlt. Ob der einst etwas sehr klischeehafte Held heutzutage bestehen kann und die Zuschauer auf dem kleinen Schirm begeistern kann? Wir haben ihn uns angesehen.
Jefferson Pierce, ein ehemaliger olympischer Zehnkämpfer, hat es sich zur Aufgabe gemacht seinen Stadtteil, beziehungsweise seine Stadt, vom üblen Einfluss der Gang „The 100“ zu befreien. Erstmalig tauchte der Superheld 1977 bei DC auf und war damit der erste afroamerikanische Held eines großen Comicverlages.
Black Lightning, (c) DC Comics
Der afroamerikanische Autor Tony Isabelle, der unter anderem auch an den Marvel-Reihen Luke Cage, Ghostrider und Captain America mitwirkte, und der ebenfalls afroamerikanische Zeichner Trevor van Eeden (Batman, Green Arrow) gestalteten ihn als einen mutigen Mann mittleren Alters, der zunächst als Olympionike zu Ruhm gelangte und später an seiner alten Schule erst als Lehrer und letztlich sogar als Direktor tätig war. Doch die Kriminalität in der Stadt nahm immer mehr überhand und als einer seiner Schüler starb, entschied sich der vom Sport gestählte Mann, dem Bösen die Stirn zu bieten.
Black Lightning, (c) DC Comics
Mit Hilfe eines hochentwickelten Gürtels, der ihm elektrische Kräfte verlieh warf er sich in den Kampf. Um seine wahre Identität zu verbergen, trug er dabei eine Afro-Perücke und eine weiße Domino-Maske. Dieses etwas gewöhnungsbedürftige Äußere war der Tatsache geschuldet, dass Black Lightning ein Kind des Bronze Age of Comics, also eines Zeitalters mit Pioniergeist, aber auch sehr ungewöhnlichen und bizarren Einfällen ist. Sein Outfit erinnerte sehr stark an den Disco-Stil, der zu dieser Zeit en vogue war, und wäre heute nicht mehr zeitgemäß. Außerdem passte er seinen Sprachstil dem Straßen-Slang an. Es ist interessant zu bemerken, dass er sich das damals vorherrschende Klischee aneignete, um sich und seine Liebsten zu schützen.
Im Laufe der Jahre trat er diversen Teams bei und verließ diese wieder. Legte die Perücke ab und trug mal Glatze, mal Dreadlocks. Das erste Team, in dem er sich engagierte, waren die von Batman gegründeten Outsiders. Dieses Team sollte jene Probleme lösen, um die Batman sich nicht selbst kümmern konnte. Zu den Mitgliedern der Outsiders gehörte auch Katana, die heute im Suicide Squad einer der beliebtesten Charaktere ist. Black Lightning zog weiter zur JLA, aber lange hielt es ihn nie in einem Team, auch wenn er sich ab und an mit Blue Devil, Batman und Superman zusammentat. Die Familie war immer sein höchstes Gut. Seine beiden Töchter werden später ebenfalls zu Superhelden, Thunder und Lightning.
Einen Tiefpunkt seiner Karriere erreichte er, als er unter Präsident Lex Luthor zum Bildungsberater der Regierung aufstieg. Das brachte ihm viel Misstrauen ein. Jüngst tauchte der Charakter auch im DC-Action-Spiel Injustice 2 als spielbare Figur auf.
Neues Licht, alte Schatten – die Serie
Nun ist die eigenständige Netflix-Serie Black Lightning gestartet. Sie ist weder Teil des DC Cinematic Universe, noch mit den erfolgreichen Serien des Arrowverse verbunden. Netflix hat aber nicht ausgeschlossen, die Eigenproduktion bei Erfolg für eine Verknüpfung mit Arrow, Flash, Supergirl und Co vorzuschlagen. In seiner neuen Gestalt weist die Welt von Black Lightning überraschend wenig Unterschiede zu ihren Ursprüngen auf. Hier liegt die Garfield Highschool, an welcher er als Direktor tätig ist, jedoch nicht im Suicide Slum von Metropolis, sondern in der eigenständigen Großstadt Freeland City. Die Gang The 100 terrorisiert die Bürger und die Polizei ist machtlos und korrupt. Jefferson Pierces älteste Tochter schließt sich einem Protest gegen die Gang und die Polizei an und wird verhaftet. Ausgerechnet an dem Abend, an dem ihr Vater für seine gemeinnützige Arbeit geehrt werden soll. Als sie auf dem Weg vom Polizeipräsidium zur Schule von rassistischen Cops angehalten und schikaniert werden, kann Jeff nur schwer an sich halten.
Später schleicht sich die jüngere Tochter von der Veranstaltung und geht mit ihrer besten Freundin in den Club 100, der diesen Namen nicht grundlos trägt. Dort gerät sie prompt in Schwierigkeiten, als sie mit einem kleinen Gauner anbandelt, welcher wiederum Probleme mit Lala, dem Kopf der Gang, hat. Nun ist es an Papa seinen Sprössling, im wahrsten Sinne, rauszuhauen. Unerkannt kann Jeff seiner Tochter beistehen, bricht dabei allerdings das Versprechen, das er seiner geschiedenen Frau neun Jahre zuvor gab: nie wieder Black Lightning.
Damals hatte er den Unterweltboss Tobias Whale besiegt und wurde dabei schwer verletzt. Trotz seines Versprechens ließ sich seine Frau von ihm scheiden, da sie die Angst um ihn und die Kinder nicht mehr ertragen konnte. Diesen Ausrutscher kann Jefferson gerade noch vor ihr verheimlichen.
Einige Tage später eskaliert die Situation jedoch, als der kleine Gauner, auf Rache für die Demütigung gegenüber seinem Boss sinnend, mit einigen Kumpels die Schule stürmt, beide Töchter des Direktors entführt und als Geiseln nimmt. Diesmal ist sogar Jeffs Exfrau damit einverstanden, dass er losgeht und ihre Kinder zurückholt. Black Lightning is back!

Hat die Serie mich geflashed?
Ich muss sagen, ja.  Ich werde die Serie definitiv weiterverfolgen. In meinen Augen ist „The Resurrection“ – „Die Auferstehung“ ein gelungener Auftakt für eine durchaus vielversprechende Serie.
In dieser Version sind Jeffersons Kräfte inhärent und nicht durch Technologie unterstützt. Ihr Ursprung liegt noch im Dunkeln und wird hoffentlich in einer späteren Folge thematisiert.
Sein Auftreten ist cool und selbstbewusst, auch wenn er nicht der typische, junge, dynamische Superheld ist, welcher von Dach zu Dach hüpft. Er ist gesetzter, gefestigter in seinen Ansichten und Überzeugungen. Erst der Umstand, dass seine Familie unmittelbar bedroht wird, lässt ihn wieder zum Vigilanten werden. Was ihn direkt wieder zur Zielscheibe von Polizei und Gangstern macht. Hier finde ich es gut, dass ein TV-Kommentator tatsächlich die Frage stellt: „Andere Städte haben auch kostümierte die auf den Straßen kämpfen. Das sind Helden! Warum ist Black Lightning keiner?“ Und Jeffs philosophischer Rat seiner Tochter gegenüber, wer Gewalt mit Gewalt begegne, erzeuge nur noch mehr Gewalt, wird sich schon bald bewahrheiten.
Allerdings habe ich auch ein wenig Kritik anzubringen:
Es hat den Anschein, dass alle, wirklich alle, hellhäutigen Menschen in Freeland entweder korrupt oder rassistisch veranlagt sind. Zwar gibt es auch genügend böse dunkelhäutige Gangster und Spießgesellen, die durchs Bild huschen, aber irgendwie hat kein weißer Mensch auch nur ein gutes Wort zu sagen oder auch nur eine harmlose Rolle. Der Oberbösewicht ist ein Albino-Afroamerikaner, seine schrägen Killer-Assistenten sind Kaukasier und selbst unter den Reportern stellen nur Weiße die unangenehmen Fragen und wollen die Polizei bloßstellen.  Ist das nun Gesellschaftskritik anhand umgekehrter Klischees? Ich bin ein wenig irritiert von diesem Umstand.
Witzig fand ich, dass Jefferson Pierce auch in dieser Inkarnation in seiner Black Lightning Persona die Mundart der Gangster imitiert und als hochangesehener Direktor eben sehr gewählt spricht. Zwar würde ihn normalerweise jeder halbwegs clevere Mensch hinter der Skibrille und im Neon-Leuchte-Anzug erkennen, aber das ist Genre-Standard.
Ich bin gespannt, wie es weiter geht.

Artikelbilder: Netflix, The CW, DC Comics
 

Quelle: www.teilzeithelden.de Angeschaut: Black Lightning – Back in Neonblau (Netflix/DC) – Wer ist der Kerl eigentlich?

Angeschaut: Bright (Netflix) – Urbane EDO-Fantasy für die Massen

Angeschaut: Bright (Netflix) – Urbane EDO-Fantasy für die Massen
Bright, eine Netflix-Produktion, ist derzeit in aller Munde und wird vor allem in den sozialen Medien heiß diskutiert. Einige nennen ihn einen Shadowrun-Film, andere erfreuen sich an der Fantasy-Welt, aber die „offiziellen“ Kritiken sind nicht gut ausgefallen. Henning hat Bright nochmal genau angesehen und sich eine Meinung dazu gebildet.
Der Hintergrund
Bright spielt in der heutigen Zeit und Welt, allerdings gehören Elfen, Orks und andere Fantasiewesen zum Alltag. Auch andere aus der Fantasy bekannte Elemente haben großen Einfluss auf das alltägliche Wesen.
Der Einfluss von Magie auf die Entwicklung der Welt wiederum ist gering: Sie existiert zwar, ist aber an den Einsatz von Zauberstäben, sogenannten Wands, gebunden. Wands sind an sich schon selten, und ihr Einsatz ist nur wenigen Personen, sogenannten Brights, möglich. Die meisten Brights sind Elfen, es gibt aber auch einige wenige Menschen, die diese Fähigkeit entwickeln.
Elfen haben ihr magisches Talent genutzt, um sich an die Spitze der Gesellschaft zu setzen. Die Orks haben sich vor mehr als zweitausend Jahren in einem großen Krieg dem Dunklen Lord, einem mysteriösen Oberbösewicht, angeschlossen, wurden aber gemeinsam mit diesem geschlagen. Noch heute trauen ihnen deshalb nur wenige. Sie werden höchstens für niedere Drecksarbeiten eingesetzt und somit als notwendiges Übel betrachtet. Während die Elfen einen eigenen, abgeriegelten Stadtbezirk haben, kämpfen Ork-Gangs mit anderen Gangs um die Kontrolle der Straße.
Die Story
Im Stil eines typischen Buddy-Movie begleitet Bright den Cop Daryl Ward und seinen unbeliebten Ork-Partner Nick Jakoby. Jakoby hat es nicht geschafft, einen Schützen zu fassen, der Ward angeschossen hat, was seinen ohnehin schweren Stand innerhalb der Polizei und speziell gegenüber Ward noch verschlimmert.
Die Beiden werden zu einem einfachen Einsatz wegen Lärmbelästigung gerufen und stoßen auf einen Schauplatz offensichtlicher Magieanwendung. Als sie hier die junge Elfe Tikka und einen Zauberstab finden, eskaliert die Situation und stürzt die beiden in einen Strudel von Geschehnissen.
Die gesamte Story folgt ab hier leider dem vorhersehbaren Muster der Buddy-Movies, die Einmischung der Fantasy-Welt bringt aber ausreichend Abwechslung, um sie interessant zu machen. Der Hintergrund trägt den Film.
Schön: Der dunkle Lord, von dem die ganze Zeit geredet wird, ist nicht der Endgegner des Filmes, sondern ein Teil des Hintergrundes, und stellt somit auch weiterhin eine konstante Bedrohung in dieser Welt dar.
Darsteller
Will Smith (Men In Black, I Am Legend, I – Robot) spielt Daryl Ward professionell, aber nicht herausragend. In einigen Szenen kann er glänzen, in anderen spielt er leider zu sehr Will Smith.
Joel Edgerton (The Gift, Warrior, Der große Gatsby) porträtiert Nick Jakoby, einen Ork, der zwischen Polizei und Ork-Gemeinschaft steht, aber von beiden nicht vollständig akzeptiert wird. Man nimmt ihm den ständigen Kampf um Anerkennung ab.
Lucy Fry (11.22.64 – Der Anschlag, Mr. Church) spielt Tikka, eine Elfe, die von den Cops gerettet wird und sich ihnen notgedrungen anschließt. Da sie nur elfisch spricht und deshalb Kommunikationsprobleme auftreten, erinnert ihre Rolle streckenweise stark an Leeloo aus Das Fünfte Element.
Noomi Rapace (Sherlock Holmes – Spiel im Schatten, Verblendung) spielt Leilah, die Antagonistin des Filmes. Sie ist eine Bright, die ihren Wand sucht und dafür über Leichen geht. Leilah ist eine Inferni, eine entrückte, von Magie korrumpierte Elfe, die genau weiß, was sie will – und diese Rolle nimmt man Noomi Rapace voll und ganz ab.
Die Nebendarsteller überzeugen durchweg in ihren Rollen, auch wenn einige dieser Rollen, passend zum Film, etwas zu stereotypisch angelegt sind.

Inszenierung
Die Geschichte des Filmes spielt in einer ausgearbeiteten Welt, die den Eindruck macht, dass sie auch dort existiert, wo die Kamera gerade nicht hinschaut. Kleinigkeiten am Rande der Szenen, Handlungen im Hintergrund und das generelle Design beleben die Szenen, und Andeutungen vergangener Ereignisse und alte Prophezeiungen bilden ein Fundament, auf dem man mehr als nur diese eine Geschichte erzählen kann – und hoffentlich auch wird: Bright II wurde vor kurzem offiziell angekündigt.
Die Atmosphäre des Filmes wird durch einen grandiosen Soundtrack getragen, der sich die meiste Zeit genau zu den richtigen Zeiten in den Vordergrund spielt oder eben zurücknimmt und somit durchgängig das Tempo des Filmes bestimmt. Stellenweise erinnert er jedoch auch an Two Steps From Hell – und ist dementsprechend auch mal eine Spur zu episch.
Der Film zeigt gute Action-Sequenzen, bei denen leider auch deutlich wird, welcher Schauspieler sich bewegen kann und welcher schnelle Schnitte braucht. Und eine zu lange Verfolgungsjagd darf natürlich auch nicht fehlen. Insgesamt kann man der Action aber gut folgen und wird durchgehend unterhalten.
Negativ fällt auf, dass sich die Charaktere in mehreren Szenen einfach nur gegenseitig anbrüllen, ohne einen Schritt weiterzukommen. Es scheint, als würde derjenige den Konflikt für sich entscheiden, der am lautesten schreit.
Ein Punkt im Script fällt besonders negativ auf, den verstecke ich aber besser in einem Spoiler-Kasten:
SpoilerTikka durchlebt mit den Cops mehrere lebensgefährliche Situationen, in denen sie versucht, die beiden in der Elfensprache zu warnen – was diese natürlich nicht verstehen. Am Ende des Filmes spricht sie dann auf einmal Englisch, weil sie, eigene Aussage, den beiden jetzt vertraut. Vielleicht ist das eine Fähigkeit der Elfen/Inferni, mit Leuten „magisch“ kommunizieren zu können, denen sie vertrauen – aber das wird im Film nicht klar, und so fragt sich der Zuschauer, warum sie die beiden in für sie lebensgefährlichen Situationen nicht auf Englisch gewarnt hat.Tikka durchlebt mit den Cops mehrere lebensgefährliche Situationen, in denen sie versucht, die beiden in der Elfensprache zu warnen – was diese natürlich nicht verstehen. Am Ende des Filmes spricht sie dann auf einmal Englisch, weil sie, eigene Aussage, den beiden jetzt vertraut. Vielleicht ist das eine Fähigkeit der Elfen/Inferni, mit Leuten „magisch“ kommunizieren zu können, denen sie vertrauen – aber das wird im Film nicht klar, und so fragt sich der Zuschauer, warum sie die beiden in für sie lebensgefährlichen Situationen nicht auf Englisch gewarnt hat.
Deutsch vs. Englisch
Das englische Original versucht, wie viele Cop-Movies, den Slang der Sprache einzufangen. Wir haben noch keinen Zähler mitlaufen lassen, aber ich behaupte, die Anzahl der beiläufig eingestreuten F-Worte, die umso höher ausfällt, je mehr sich ein Charakter beweisen muss, liegt im dreistelligen Bereich. Dies fällt als ziemlich nervig auf. Ansonsten sprechen die meisten Schauspieler durchweg verständlich, extreme Dialekte, abgesehen von Orkisch und Elfisch, beschränken sich auf ein Minimum.
Die deutsche Synchronisation ist gut gelungen. Einige Übersetzungen fallen im direkten Vergleich auf, aber das ist normal. Stellenweise werden einfach englische Worte beibehalten, um Zusammenhänge, Überleitungen oder Wortwitze verständlich zu machen. Negativ fällt allerdings auf, dass Orks und Elfen zwar synchronisiert werden, während sie englisch sprechen – aber wenn sie Orkisch oder Elfisch sprechen, hört man die Stimme der Original-Schauspieler. Das ist teilweise etwas verwirrend.

Ist Bright ein Shadowrun-Film?
In den sozialen Medien wurde Bright von Rollenspiel-Fans nach dem ersten Trailer oft in Richtung Shadowrun eingeordnet. Hauptmotivation dafür dürfte das Vorkommen von Elfen und Orks in einer modernen, aber vermeintlich kaputten Welt sein. Genauer betrachtet stimmt diese Einordnung aber nicht, da einige zentrale Elemente von Shadowrun fehlen.
Bright spielt nicht in einer dystopischen Zukunft. Die eingesetzte Technik entspricht unserem heutigen Stand, Regierungen haben noch eine Bedeutung (zumindest in den USA) und die Macht in den Staaten wurde noch nicht von Konzernen übernommen.
Mit der fehlenden Technik fehlen natürlich auch stilgebende Elemente des Cyberpunk, also die Verbesserung des Menschen durch kybernetische Einbauten, die allumfassende Computermatrix oder Neon an jeder Straßenecke.
Orks, Elfen und alle anderen Geschöpfe gehören seit Urzeiten zum Weltbild dazu und sind nicht plötzlich aufgetaucht. Die Probleme mit den Orks stammen beispielsweise aus deren Vergangenheit, nicht aus Misstrauen gegenüber einer plötzlichen Mutation.
Erscheinungsbild/Umfang
Bright gibt es derzeit nur als Online-Stream beim Anbieter Netflix zu sehen.

Die harten Fakten:
Regie: David Ayer
Darsteller: Will Smith, Joel Edgerton, Noomi Rapace, Lucy Fry
Erscheinungsjahr: 2017
Sprache: Deutsch/Englisch/Französisch/Italienisch/Türkisch
Format: Stream
Preis: Netflix
Bezugsquelle: Netflix-Abo

 
Fazit
Bright bietet eine interessante Welt mit Potential. Entgegen erster Vermutungen jedoch handelt es sich nicht um eine Welt, die sich bemüht, die sechste Welt von Shadowrun darzustellen. Die Parallelen zum Herren der Ringe sind da viel größer. 
Im Stil eines typischen Buddy-Movies treffen die Protagonisten (dargestellt von Will Smith und Joel Edgerton) auf eine große magische Bedrohung, derer sie Herr werden müssen. Die Welt wirkt ausgearbeitet und lebendig; sie kann durch Details überzeugen. Auch wenn es kleinere Logiklücken im Skript gibt und Teile der Handlung aus Action und Geschreie bestehen, konnte der Film uns größtenteils überzeugen.  Dennoch gibt es weitläufig uninspirierte Passagen.
Netflix hat mittlerweile eine Fortsetzung angekündigt.

Mit Tendenz nach Oben
Artikelbilder: Netflix
 

Bright, eine Netflix-Produktion, ist derzeit in aller Munde und wird vor allem in den sozialen Medien heiß diskutiert. Einige nennen ihn einen Shadowrun-Film, andere erfreuen sich an der Fantasy-Welt, aber die „offiziellen“ Kritiken sind nicht gut ausgefallen. Henning hat Bright nochmal genau angesehen und sich eine Meinung dazu gebildet.
Der Hintergrund
Bright spielt in der heutigen Zeit und Welt, allerdings gehören Elfen, Orks und andere Fantasiewesen zum Alltag. Auch andere aus der Fantasy bekannte Elemente haben großen Einfluss auf das alltägliche Wesen.
Der Einfluss von Magie auf die Entwicklung der Welt wiederum ist gering: Sie existiert zwar, ist aber an den Einsatz von Zauberstäben, sogenannten Wands, gebunden. Wands sind an sich schon selten, und ihr Einsatz ist nur wenigen Personen, sogenannten Brights, möglich. Die meisten Brights sind Elfen, es gibt aber auch einige wenige Menschen, die diese Fähigkeit entwickeln.
Elfen haben ihr magisches Talent genutzt, um sich an die Spitze der Gesellschaft zu setzen. Die Orks haben sich vor mehr als zweitausend Jahren in einem großen Krieg dem Dunklen Lord, einem mysteriösen Oberbösewicht, angeschlossen, wurden aber gemeinsam mit diesem geschlagen. Noch heute trauen ihnen deshalb nur wenige. Sie werden höchstens für niedere Drecksarbeiten eingesetzt und somit als notwendiges Übel betrachtet. Während die Elfen einen eigenen, abgeriegelten Stadtbezirk haben, kämpfen Ork-Gangs mit anderen Gangs um die Kontrolle der Straße.
Die Story
Im Stil eines typischen Buddy-Movie begleitet Bright den Cop Daryl Ward und seinen unbeliebten Ork-Partner Nick Jakoby. Jakoby hat es nicht geschafft, einen Schützen zu fassen, der Ward angeschossen hat, was seinen ohnehin schweren Stand innerhalb der Polizei und speziell gegenüber Ward noch verschlimmert.
Die Beiden werden zu einem einfachen Einsatz wegen Lärmbelästigung gerufen und stoßen auf einen Schauplatz offensichtlicher Magieanwendung. Als sie hier die junge Elfe Tikka und einen Zauberstab finden, eskaliert die Situation und stürzt die beiden in einen Strudel von Geschehnissen.
Die gesamte Story folgt ab hier leider dem vorhersehbaren Muster der Buddy-Movies, die Einmischung der Fantasy-Welt bringt aber ausreichend Abwechslung, um sie interessant zu machen. Der Hintergrund trägt den Film.
Schön: Der dunkle Lord, von dem die ganze Zeit geredet wird, ist nicht der Endgegner des Filmes, sondern ein Teil des Hintergrundes, und stellt somit auch weiterhin eine konstante Bedrohung in dieser Welt dar.
Darsteller
Will Smith (Men In Black, I Am Legend, I – Robot) spielt Daryl Ward professionell, aber nicht herausragend. In einigen Szenen kann er glänzen, in anderen spielt er leider zu sehr Will Smith.
Joel Edgerton (The Gift, Warrior, Der große Gatsby) porträtiert Nick Jakoby, einen Ork, der zwischen Polizei und Ork-Gemeinschaft steht, aber von beiden nicht vollständig akzeptiert wird. Man nimmt ihm den ständigen Kampf um Anerkennung ab.
Lucy Fry (11.22.64 – Der Anschlag, Mr. Church) spielt Tikka, eine Elfe, die von den Cops gerettet wird und sich ihnen notgedrungen anschließt. Da sie nur elfisch spricht und deshalb Kommunikationsprobleme auftreten, erinnert ihre Rolle streckenweise stark an Leeloo aus Das Fünfte Element.
Noomi Rapace (Sherlock Holmes – Spiel im Schatten, Verblendung) spielt Leilah, die Antagonistin des Filmes. Sie ist eine Bright, die ihren Wand sucht und dafür über Leichen geht. Leilah ist eine Inferni, eine entrückte, von Magie korrumpierte Elfe, die genau weiß, was sie will – und diese Rolle nimmt man Noomi Rapace voll und ganz ab.
Die Nebendarsteller überzeugen durchweg in ihren Rollen, auch wenn einige dieser Rollen, passend zum Film, etwas zu stereotypisch angelegt sind.

Inszenierung
Die Geschichte des Filmes spielt in einer ausgearbeiteten Welt, die den Eindruck macht, dass sie auch dort existiert, wo die Kamera gerade nicht hinschaut. Kleinigkeiten am Rande der Szenen, Handlungen im Hintergrund und das generelle Design beleben die Szenen, und Andeutungen vergangener Ereignisse und alte Prophezeiungen bilden ein Fundament, auf dem man mehr als nur diese eine Geschichte erzählen kann – und hoffentlich auch wird: Bright II wurde vor kurzem offiziell angekündigt.
Die Atmosphäre des Filmes wird durch einen grandiosen Soundtrack getragen, der sich die meiste Zeit genau zu den richtigen Zeiten in den Vordergrund spielt oder eben zurücknimmt und somit durchgängig das Tempo des Filmes bestimmt. Stellenweise erinnert er jedoch auch an Two Steps From Hell – und ist dementsprechend auch mal eine Spur zu episch.
Der Film zeigt gute Action-Sequenzen, bei denen leider auch deutlich wird, welcher Schauspieler sich bewegen kann und welcher schnelle Schnitte braucht. Und eine zu lange Verfolgungsjagd darf natürlich auch nicht fehlen. Insgesamt kann man der Action aber gut folgen und wird durchgehend unterhalten.
Negativ fällt auf, dass sich die Charaktere in mehreren Szenen einfach nur gegenseitig anbrüllen, ohne einen Schritt weiterzukommen. Es scheint, als würde derjenige den Konflikt für sich entscheiden, der am lautesten schreit.
Ein Punkt im Script fällt besonders negativ auf, den verstecke ich aber besser in einem Spoiler-Kasten:
SpoilerTikka durchlebt mit den Cops mehrere lebensgefährliche Situationen, in denen sie versucht, die beiden in der Elfensprache zu warnen – was diese natürlich nicht verstehen. Am Ende des Filmes spricht sie dann auf einmal Englisch, weil sie, eigene Aussage, den beiden jetzt vertraut. Vielleicht ist das eine Fähigkeit der Elfen/Inferni, mit Leuten „magisch“ kommunizieren zu können, denen sie vertrauen – aber das wird im Film nicht klar, und so fragt sich der Zuschauer, warum sie die beiden in für sie lebensgefährlichen Situationen nicht auf Englisch gewarnt hat.Tikka durchlebt mit den Cops mehrere lebensgefährliche Situationen, in denen sie versucht, die beiden in der Elfensprache zu warnen – was diese natürlich nicht verstehen. Am Ende des Filmes spricht sie dann auf einmal Englisch, weil sie, eigene Aussage, den beiden jetzt vertraut. Vielleicht ist das eine Fähigkeit der Elfen/Inferni, mit Leuten „magisch“ kommunizieren zu können, denen sie vertrauen – aber das wird im Film nicht klar, und so fragt sich der Zuschauer, warum sie die beiden in für sie lebensgefährlichen Situationen nicht auf Englisch gewarnt hat.
Deutsch vs. Englisch
Das englische Original versucht, wie viele Cop-Movies, den Slang der Sprache einzufangen. Wir haben noch keinen Zähler mitlaufen lassen, aber ich behaupte, die Anzahl der beiläufig eingestreuten F-Worte, die umso höher ausfällt, je mehr sich ein Charakter beweisen muss, liegt im dreistelligen Bereich. Dies fällt als ziemlich nervig auf. Ansonsten sprechen die meisten Schauspieler durchweg verständlich, extreme Dialekte, abgesehen von Orkisch und Elfisch, beschränken sich auf ein Minimum.
Die deutsche Synchronisation ist gut gelungen. Einige Übersetzungen fallen im direkten Vergleich auf, aber das ist normal. Stellenweise werden einfach englische Worte beibehalten, um Zusammenhänge, Überleitungen oder Wortwitze verständlich zu machen. Negativ fällt allerdings auf, dass Orks und Elfen zwar synchronisiert werden, während sie englisch sprechen – aber wenn sie Orkisch oder Elfisch sprechen, hört man die Stimme der Original-Schauspieler. Das ist teilweise etwas verwirrend.

Ist Bright ein Shadowrun-Film?
In den sozialen Medien wurde Bright von Rollenspiel-Fans nach dem ersten Trailer oft in Richtung Shadowrun eingeordnet. Hauptmotivation dafür dürfte das Vorkommen von Elfen und Orks in einer modernen, aber vermeintlich kaputten Welt sein. Genauer betrachtet stimmt diese Einordnung aber nicht, da einige zentrale Elemente von Shadowrun fehlen.
Bright spielt nicht in einer dystopischen Zukunft. Die eingesetzte Technik entspricht unserem heutigen Stand, Regierungen haben noch eine Bedeutung (zumindest in den USA) und die Macht in den Staaten wurde noch nicht von Konzernen übernommen.
Mit der fehlenden Technik fehlen natürlich auch stilgebende Elemente des Cyberpunk, also die Verbesserung des Menschen durch kybernetische Einbauten, die allumfassende Computermatrix oder Neon an jeder Straßenecke.
Orks, Elfen und alle anderen Geschöpfe gehören seit Urzeiten zum Weltbild dazu und sind nicht plötzlich aufgetaucht. Die Probleme mit den Orks stammen beispielsweise aus deren Vergangenheit, nicht aus Misstrauen gegenüber einer plötzlichen Mutation.
Erscheinungsbild/Umfang
Bright gibt es derzeit nur als Online-Stream beim Anbieter Netflix zu sehen.

Die harten Fakten:
Regie: David Ayer
Darsteller: Will Smith, Joel Edgerton, Noomi Rapace, Lucy Fry
Erscheinungsjahr: 2017
Sprache: Deutsch/Englisch/Französisch/Italienisch/Türkisch
Format: Stream
Preis: Netflix
Bezugsquelle: Netflix-Abo

 
Fazit
Bright bietet eine interessante Welt mit Potential. Entgegen erster Vermutungen jedoch handelt es sich nicht um eine Welt, die sich bemüht, die sechste Welt von Shadowrun darzustellen. Die Parallelen zum Herren der Ringe sind da viel größer. 
Im Stil eines typischen Buddy-Movies treffen die Protagonisten (dargestellt von Will Smith und Joel Edgerton) auf eine große magische Bedrohung, derer sie Herr werden müssen. Die Welt wirkt ausgearbeitet und lebendig; sie kann durch Details überzeugen. Auch wenn es kleinere Logiklücken im Skript gibt und Teile der Handlung aus Action und Geschreie bestehen, konnte der Film uns größtenteils überzeugen.  Dennoch gibt es weitläufig uninspirierte Passagen.
Netflix hat mittlerweile eine Fortsetzung angekündigt.

Mit Tendenz nach Oben
Artikelbilder: Netflix
 

Quelle: www.teilzeithelden.de Angeschaut: Bright (Netflix) – Urbane EDO-Fantasy für die Massen

Netflix bestätigt Sequel zu Fantasy-Action-Thriller Bright

Netflix bestätigt Sequel zu Fantasy-Action-Thriller Bright
Am Mittwoch postete der Streaming-Anbieter Netflix​ auf seinen Social-Media-Kanälen ein Teaser-Video, das diverse Aufnahmen von Orcs beim Vorsprechen zeigt. Damit kündigt das Unternehmen den Produktionsbeginn zu einem Sequel des eigenproduzierten Filmes Bright an, der am 22. Dezember 2017 auf der Plattform veröffentlicht wurde.

Bright ist mit 11 Millionen Views in den ersten drei Tagen die erfolgreichste filmische Eigenproduktion des Streaminggiganten. Im nächsten Teil wird neben Will Smith auch wieder Joel Edgerton in der Hauptrolle zu sehen sein. Weiteres zum Cast ist noch nicht bekannt. Regie wird dieses Mal allerdings der Produzent David Ayer selbst in die Hand nehmen.
Ob dies an der ebenfalls recht lauten Kritik an verschenktem Potenzial des ersten Teiles liegt, ist jedoch nicht bekannt. Das Datum der Veröffentlichung ist ebenfalls noch nicht genannt.
Artikelbild und Video: Netflix
 

Am Mittwoch postete der Streaming-Anbieter Netflix​ auf seinen Social-Media-Kanälen ein Teaser-Video, das diverse Aufnahmen von Orcs beim Vorsprechen zeigt. Damit kündigt das Unternehmen den Produktionsbeginn zu einem Sequel des eigenproduzierten Filmes Bright an, der am 22. Dezember 2017 auf der Plattform veröffentlicht wurde.

Bright ist mit 11 Millionen Views in den ersten drei Tagen die erfolgreichste filmische Eigenproduktion des Streaminggiganten. Im nächsten Teil wird neben Will Smith auch wieder Joel Edgerton in der Hauptrolle zu sehen sein. Weiteres zum Cast ist noch nicht bekannt. Regie wird dieses Mal allerdings der Produzent David Ayer selbst in die Hand nehmen.
Ob dies an der ebenfalls recht lauten Kritik an verschenktem Potenzial des ersten Teiles liegt, ist jedoch nicht bekannt. Das Datum der Veröffentlichung ist ebenfalls noch nicht genannt.
Artikelbild und Video: Netflix
 

Quelle: www.teilzeithelden.de Netflix bestätigt Sequel zu Fantasy-Action-Thriller Bright