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Reflexkampf

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Was ist Reflexkampf

Reflexkampf ist eine praktische Selbstverteidigung für den modernen Menschen. Reflexkampf ist ein kompaktes System, dass in kurzer Zeit Fähigkeiten der Selbstverteidigung gegen waffenlose und bewaffnete Angriffe vermitteln kann. Dies ist nicht mit einer vollständigen Ausbildung in Kampfkunst zu verwechseln, die mehre Jahre in Anspruch nimmt. Reflexkampf ist darauf ausgelegt, die natürlichen Schutzreflexe des Menschen zur Selbstverteidigung zu nutzen und gezielt zu steigern. Dazu möchte ich etwas näher auf den Hintergrund und die Entstehung des Reflexkampfs, sowie ihres Begründers Volker Kunkel eingehen.

Volker Kunkel’s Reflexkampf

Seit über zehn Jahren arbeite ich mit Volker Kunkel auf dem Gebiet der Kampfkunst und der Entwicklung von Fechtwaffen für das Historische Fechten zusammen. Diese Zusammenarbeit hat zu Fechtschwerttypen geführt, die im Historischen Fechten heute Standards setzen (lange Messer, Einhandschwerter und lange Schwerter, erhältlich über West-Coast). Sichere und fechtbare Übungswaffen zu haben ist eine Grundvoraussetzung, um Historisches Fechten erlernen zu können. Zunächst habe ich Volker Kunkels Lebenswerk nur flüchtig wahrgenommen, vor allem weil ich intensiv an der Erforschung der uns verfügbaren Quellen zum historischen Fechten arbeitete. Die Erforschung der mir bekannten Quellenlage in Europa und Asien hat über ein Jahrzehnt in Anspruch genommen. Ich habe in dieser Zeit konzentrierter täglicher Arbeit gelernt, viele der uns in der Literatur vermittelten Ansichten zum Historischen Fechten zu verwerfen. Der Großteil der Arbeit war die Formulierung der richtigen Fragen. Viele dieser Fragen habe ich mit Volker Kunkel diskutiert und die Gespräche dauern bis heute an. Erst dadurch haben sich für viele der Fragen zur Kampfkunst die funktionalen Antworten eingestellt. Hierbei habe ich von vielen Seiten Hilfe erhalten, vor allem möchte ich an dieser Stelle Jens Peter Kleinau für seine Arbeit mit mir danken. Ich war und bin fasziniert von den Quellen zum historischen Fechten in Ost und West. Der Prozess der Forschung ist nach wie vor im Gange, ein Ende ist nicht abzusehen. Die Arbeit bleibt also spannend.

volker_richard Jetzt aber zu einer der wichtigen Fragen: Wer hat mit der Grundlagenarbeit zum Historischen Fechten in Deutschland begonnen und wann? Durch Gespräche mit Zeitzeugen und eigenen Nachforschungen stellte sich heraus, dass Volker Kunkel einer der ersten und wichtigsten Vorreiter des Historischen Fechtens in Deutschland war und ist. Zu nennen ist außerdem in diesem Zusammenhang die theoretische Arbeit von Hans-Peter Hils 1983 und 1985, die kursorisch eine Aufstellung und Zusammenfassung der uns bekannten Quellenlage zum Historischen Fechten bot. Allerdings war Volker Kunkel wohl der Erste in Deutschland, der die gewonnen Einsichten auch praktisch im Unterricht umsetzte, seit 1993 bis heute. Wichtig ist weiterhin zu wissen, dass Volker Kunkel Anfang der 1990′ er Jahre Joachim Meyers Fechtbuch im Eigenverlag veröffentlicht hat. Die Grundlage für Volkers Ausgabe war eine bibliographische Originalkopie des „Michael Manger M. D. C.“ Fechtbuchs von Joachim Meyer ohne Transkription. Wolfgang Landwehr hat auf der Grundlage dieser Ausgabe eine Transkription von Joachim Meyers Fechtbuch herausgeben, die heute als Buch erhältlich ist und als verbindlich gilt. Die zentrale Position von Joachim Meyers Fechtbuch im Historischen Fechten ist heute allgemein bekannt. Ich möchte noch einmal darstellen, dass Volker Kunkel damals als einer der Ersten erkannte, welchen herausragenden Stellenwert Joachim Meyers Fechtbuch im westlichen Historischen Fechten einnimmt.

Die Grundlage aller Kampfkunst

Die Grundlage aller modernen und historischen Kampfkünste in Ost und West lässt sich auf zwei Begriffe verdichten: Bindung und Blößen. Unter der Bindung – im Historischen Fechten der Krieg, das Winden, das Indes oder Fühlen genannt – versteht man den taktilen oder haptischen Reiz, der durch den Kontakt von Waffen oder Körperteilen mit dem Gegner entsteht. Hierdurch gewinnt der Kämpfer in kürzester Zeit und auf engstem Raum nützliche Informationen über seinen Gegner. Unter den Blößen – im Historischen Fechten die Vier Blößen und das Nachreisen genannt – versteht man die geometrische Aufteilung der Kämpfenden, mit und ohne Waffen. Die geometrische Aufteilung des Gegners beschreibt die offenstehenden Trefferzonen, aber auch die Veränderung derselben durch die Bewegung von Waffe und/ oder Körper des Gegners. Hierdurch gewinnt der Kämpfer eine räumlichen und zeitlichen Vorteil gegenüber seinem Gegner. Damit sind die Blößen die Grundlage von Vor und Nach. Ich kann an dieser Stelle nicht genug betonen, dass diese beiden Begriffe von Bindung und Blößen, Haptik und Geometrie, jede Form von Kampfkunst definieren. Volker Kunkel hat aus seinen Erfahrungen mit westlichem Boxen, Taekwondo und Ju/Jui-Jutsu als einer der ersten schon in den 1970′er Jahren diese grundlegende Zweiheit der Kampfkunst erkannt. In unseren westlichen historischen Fechtquellen wird meiner Forschung nach dieses Konzept auf einmalige Weise vereint. Volker Kunkel hat sich diese Erkenntnis selbst erarbeitet und sie in der Folge an der historischen Quellenlage nachvollziehen können. Ich bin den umgekehrten Weg gegangen, ich habe erst in den historischen Quellen das vollständige Konzept kennen gelernt und dann in die Praxis umgesetzt. Keith Kernspecht, der Begründer EWTO, hat in diesem Zusammenhang formuliert, dass Volker Kunkel ein Mann sei, der seiner Zeit im Gebiet der Kampfkunst (in Deutschland) weit voraus war.

Entwicklung eines Kampfkunstsystems

Um 1974 hat Volker Kunkel aus seinen Erfahrungen mit westlichen Boxen, Taekwondo und Ju/ Jui-Jutsu, sowie dem ersten Kontakt mit dem Wing Tsun in Deutschland heraus zwei bedeutende Fragen formuliert: 1. Gibt es einen geometrischen Bruch gegen Angriffe aus dem westlichen Boxen oder dem Wing Tsun? Das Wing Tsun dieser Zeit hatte starke Anklänge an die Reste der akademisch-sportlichen Fechtkunst, die im Westen noch verbreitet waren. Diese waren vor allem starke Angriffe auf der Mitte. Westliches Boxen hingegen versuchte vor allem über die Flanken zu arbeiten. 2. Gibt es Selbstverteidigung ohne klassische Techniken? Wir bewegen uns hier zeitlich in der Phase, als weltweit und vor allem in Deutschland Kampfkünste wie das Karate, Ju/ Jui-Jutsu oder Hapkido vor allem an der Anzahl ihrer Einzeltechniken gemessen wurden. Klassische Techniken waren und sind vor allem statischer Natur, weil die Rollen von Angreifer und Verteidiger festgelegt sind. Diese Degeneration der Kampfkunst in eine reine Techniksammlung ist heute zum Glück vorbei.

Kreis Strahl Kung Fu

Diese beiden Fragen begründeten Volker Kunkels Entwurf des Kreis Strahl Kung Fu (Buchveröffentlichung 1979). Das Kreis Strahl Kung Fu war ein künstliches System auf der Basis von Rund und Gerade. Rund im Verteidigungs- und gerade im Angriffsbereich, verbunden über die Gleichzeitigkeit von Beiden, also das Indes oder Unotempo Prinzip des Fechtens. Hier sehen wir auch Parallelen zum Aikido mit Omote und Ura. Aus dem Werk von Joachim Meyer und Johannes Liechtenauer wissen wir, dass diese alles Fechten in gerade oder runde (verkehrte) Haue einteilten und das Indes als das wichtigste Prinzip des Fechtens erachteten.

Reflexkampf

Entstanden zwischen 1978 bis 1980, hat Volker Kunkel auf der Basis von zwei weiteren grundlegenden Fragen den Reflexkampf entwickelt. Volker Kunkel hatte sich in seiner Arbeit als examinierter Historiker Berichte von Überlebenden des Ersten und Zweiten Weltkriegs sowie des Koreakriegs angesehen. Diese Kriege hatte alle einen sehr hohen Nahkampfanteil. Volker Kunkel fiel auf, dass die meisten Auszeichnungen für Nahkampf Männern verliehen wurden, die keine praktische Kampfkunstausbildung besaßen. Volker Kunkel hatte tausende von Bildern aus Photosammlungen sportlicher sowie nicht-sportlicher

Kämpfe analysiert. Hier gilt es nicht zu vergessen, dass damals fast keine Filme vorlagen. Es stellte sich im Laufe dieser Analyse heraus, dass angeschlagene Kämpfer nicht System immanent reagierten, sondern zu einer Art Doppeldeckung Zuflucht nahmen. Diese Doppeldeckung in der Not, deren Wurzel viel älter ist als bekannte Kampfkunst, muss also auf einem angeborenen Schutzreflex beruhen. Im Historischen Fechten ging Hans Talhoffer einen ganz ähnlichen Weg, indem er explizit Techniken anbot, die mit einen Rückbezug auf angeborene Reflexe auch in Situationen funktionieren, in denen der Kämpfer jede Technik durch Überforderung vergaß. Auch Joachim Meyer erwähnt ausdrücklich diesen Verhalt. Johannes Liechtenauers Kernsatz „Sich schützt kein Mann ohne Gefahr“ beruht ebenfalls auf diesen Konzept. Volker Kunkel schloss daraus, dass mindestens schon zur der Zeit des Ersten Weltkriegs kein lebendes Kampfkunst System in Europa mehr praxisnah war. Wodurch hatten diese im Kriege ausgezeichneten Männern den Nahkampf überstanden? Zwei grundlegende Fragen nahmen Gestalt an: 1. Ist eine Methode der Verteidigung ganz ohne Technik möglich? Diese Frage sollte klären, ob es dem Menschen gegeben ist, sich ausschließlich mit seinen natürlichen Reflexen zu verteidigen. 2. Ist daraus ein System der Verteidigung ableitbar, dass sich auf Prinzipien gründet, also aus übergeordneten Gesichtspunkten besteht? Ein solches System würde keine Regeln kennen und ohne erlernbare Techniken auskommen. Es würde rein aus naturgegebenen, instinktiven Bewegungen bestehen.

Die Antwort auf die richtigen Fragen

Der Reflexkampf ist das Produkt, dass Volker Kunkel als Antwort auf diese beiden Fragen gibt. Der Reflexkampf ist Anfang der 90`er Jahre von der Bayrischen Polizei und dem Deutschen Zoll aufgenommen worden, um die Ausbildung der Beamten zu reformieren. Der Reflexkampf besteht aus wenigen, grundlegenden Bewegungen. Unterschieden werden diese Bewegungen vor allem in Bewegungen nach vorne und Bewegungen nach hinten. Aus unseren westlichen historischen Quellen wissen wir, dass man früher eine ähnliche Denkweise pflegte. Im Historischen Fechten gilt das Vor und das Nach als das Fundament aller Kampfkunst.

Seminar zum Reflexkampf

Mein Interesse an der Kampfkunst hat auch nach über 35 Jahren Praxis nicht nachgelassen. Ich bin vor allem ein Freund von Synergie und sehe die historischen Kampfkünste in West und Ost als wichtige Kulturgüter, die auch oder gerade heute noch erforscht, betrieben und verstanden werden müssen. Reflexkampf ist eine Synthese aus Bindungen und Blößen. Es ist für Männer und Frauen, Junge und Alte sowie Starke und Schwache geeignet. Reflexkampf ist im Stand, am Boden und im Sprung anwendbar. Ich biete in Zusammenarbeit mit Volker Kunkel Reflexkampf Seminare an.

►► Frankfurt am Main, 2016, Richard Cole (Stahl auf Stahl)

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Seminar: Roßfechten nach Hans Talhoffer

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Wochenendseminar: Roßfechten

Roßfechten ist die Krone der Kampfkunst im Mittelalter. Erst durch die Verbindung mit dem Pferd wird der Kämpfer zum Ritter.
Unsere Quelle für das Roßfechten ist Hans Talhoffers Roßfechten aus dem 15. Jahrhundert. Stahl auf Stahl hat über die Jahre eine sichere Didaktik entwickelt, die sich so weit an den Quellen orientiert, wie möglich, dabei immer aber so sicher wie nötig ist.

Einheit aus Roß und Reiter

Die Einheit aus Roß und Reiter fechterisch nachzubilden, ist für Stahl auf Stahl ein Anliegen geworden. Das Roßfechten bietet eine echte Herausforderung für den Historischen Fechter als Reiter und das Pferd. Roßfechten ist immer auch eine logistische Aufgabe, also haben wir uns für den reiterischen Teil mit Reit-Profies zusammengetan, dem Rückerhof im Westerwald. Bei uns steht der Tierschutz an erster Stelle, wir reiten und fechten aus Muße und müssen nicht, wie das Original, der Ritter, das Kriegshandwerk ausüben. Also wird ohne Kandarre und ohne Sporen geritten.

Roßfechten nach Hans Talhoffer Wir bieten 10 Stunden Unterricht im praktischen Reiten und Roßfechten. Das Semiar ist bewußt auch an Anfänger und Quereinsteiger gerichtet. Wir stellen die gesamte nötige Ausrüstung. Unser Konzept beginnt mit Fechtunterricht am Boden, Fechtunterricht auf Pferdesimulatoren, Reiten an der Longe und letztlich freies Reiten mit einer Hand mit Roßfechtunterricht.

Wir bieten eine Reithalle von 19 auf 39 Meter, zwei Reitlehrer und zwei Fechtlehrer und voll ausgerüstete Pferde. Eigene Pferde können mitgebracht werden, Boxen für die Unterkunft des eigenen Pferdes kosten auf dem Rückerhof 15,- je Übernachtung (zusätzlich zum Seminarpreis zu zahlen). Bei eigenen Pferden muß die Belastbarkeit des Pferdes überprüft werden, denn nicht jedes Pferd ist an das Fechten gewohnt. In der Regel sind Pferde von Roßfechten aber recht unbeeindruckt, wenn man ihnen eine ausreichende Eingewöhnungsphase bietet.

Ein angenehmes Hotel mit gepflegter Gastronomie bietet der Rückerhof, der über eine eigene Pension und Reataurant verfügt. Unterkunft und Verpflegung im Rückerhof müssen und können gesondert bestellt werden (es besteht keine Verpflichtung). Es kann natürlich, außerhalb des Seminars, im Rückerhof Reitunterricht und Wanderreiten gebucht werden.

  • Kosten: 370,- je Teilnehmer, eine Anmeldung ist nötig (hier im Forum, über die Rubrik Kontakt oder per Mail an (Rich.Cole@gmx.net) oder 069 70794930.). Bei der Anmeldung sind 150,- Euro Anzahlung zu entrichten.
  • Beginn: Samstag um 11:00, Ende Sonntag um 15:00

Teilnehmen:

  • Teilnehmen kann jeder über 18 Jahre.
  • Mitzubringen sind gute Sportkleidung und festes, für das Reiten geeignetes Schuhwerk.
  • Beim Wochenendseminar fechten die Teilnehmer mit Holz und Stahl. Stahl auf Stahl stellt alle nötigen Übungswaffen aus Holz. Abmessungen und Gewicht der Übungswaffen aus Holz entsprechen denen von Fechtschwertern aus Stahl. Zum Fechten mit Stahl können nur nachweislich Fortgeschrittene zugelassen werden, weil ansonsten die Verletzungsgefahr zu groß ist.

Anmeldungen hier im Forum, über die Rubrik Kontakt oder per Mail an (Rich.Cole@gmx.net) oder 069 70794930.

Termine: Wochenendseminar

Aktuell keine Veranstaltungen

Anmeldungen hier im Forum, über die Rubrik Kontakt oder per Mail an (Rich.Cole@gmx.net) oder 069 70794930.

►Frankfurt am Main, 2012, Richard Cole (Stahl auf Stahl)

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Tages-Seminare Historisches Fechten

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◄ In einem Tagesseminar (Tages-Seminar je nach Rechtschreibform) gehen wir gezielt wir einen Schwerpunkt in den Lehren des Historischen Fechtens an. Insbesonders widmen wir uns den Lehren des zweiten Triviums und des Quadriviums:

Degen, Trivium zwei (nach Johannes Liechtenauer, Quelle 1389, Andre Lignitzer, Quelle 1452 und Hans Talhofer, Quelle 1467). Der Degen, auch Scheibendolch genannt, ist eine Seitenwaffe aus dem Harnischfechten, welche aber ebenfalls ausgiebig im Bloßfechten benutzt wurde. Viele Fechtbücher aus dem 15. und 16. Jahrhundert befassen sich mit dem Degen. Die Grundlage des Fechtens mit dem Degen ist das Ringen.

Langes Messer, Trivium zwei (Johannes Lecküchner, Quelle 1482). Das Fechten mit dem langen Messer ist nach der Quelle GNM 3227a die Grundlage für das Fechten mit dem langen Schwerte gewesen. Wie dem auch sei, das Fechten mit dem langen Messer hat viel mit dem Fechten mit dem langen Schwerte gemein. Dennoch gibt es genügend Unterschiede, um das Fechten mit dem langen Messer als eigenständige Lehre interessant zu machen.

Rapier, Trivium zwei (Joachim Meyer, Quelle 1600, und Salvator Fabris, Quelle 1606). Das Rapier stellt den Übergang des Schwertes in die neuzeitlichen Stoßwaffen dar und ist schon deswegen als Lehre sehr reizvoll. Salvator Fabirs Werk umfaßt aber auch das Fechten mit Rapier und Linkshanddolch sowie Rapier und Mantel. Es ist spannend das Rapierfechten von Salvator Fabris mit dem Rapierfechten von Joachim Meyer zu vergleichen. Das Rapierfechten hat viele Schnittstellen mit dem Stangenfechten.

Halbe Stange, Quadrivium (Joachim Meyer, Quelle 1600). Die halbe Stange ist aus dem langen Schwert genommen und stellt die Grundlage aller Stangenwaffen bei Joachim Meyer dar. Mit einer Spitze wird aus der halben Stange ein Speer oder Spieß, eine der grundlegenden militärischen Waffen der Vergangenheit.

Was, Wann, Wer, Wieviel?

◄ Teilnehmen kann jeder über 18 Jahre. Mitzubringen sind gute Sportkleidung und -schuhe. Beim Wochenendseminar fechten die Teilnehmer je nach Lehre mit Stahl oder mit Holz. Stahl auf Stahl stellt ein begrenztes Kontingent der nötigen Übungswaffen zur Verfügung. Abmessungen und Gewicht der Übungswaffen entsprechen denen von Fechtschwaffen. Mit Stahl fechten wir, sofern wir sicher sind, dass die Verletzungsgefahr nicht zu groß ist.

• Es werden 3 Zeitstunden Unterricht geboten. Wir bitten alle Teilnehmer um möglichst pünktliches Erscheinen, damit wir jeden Moment für den Unterricht nutzen können.

• Der Ort ist die Fritzlarer Str. 34 in Frankfurt am Main (siehe Impressum).

• Wie kann ich mich anmelden? Zu den Tagesseminaren ist eine Anmeldung nicht erforderlich. Wer sich vorab anmelden möchte oder sich weiter informieren möchte, der kann das  im Forum (Forumsanmeldung notwendig, siehe “Stahl auf Stahl Tagesseminare zum Historischen Fechten” oder “Stahl auf Stahl Wochenendseminare zum Historischen Fechten”), über die Rubrik Kontakt oder per Mail an (Rich.Cole@gmx.net) oder einfach per Telefon 069 70794930 (Anrufbeantworter geschaltet – wir rufen zurück).

Termine: Tagesseminar


Das Fechten mit dem Langen Schwert nach Hans Talhoffer Teil 4

Tagesseminar vom 05. November 2017 11:00 bis 05. November 2017 ca. 17:00
@ Fechtfabrik

Tagesseminar mit dem Schwerpunkt Lange Schwert nach Hans Talhoffer Teil 4.



Vier Stunden lang mit einer Pause von 30 Minuten wirst du von zwei erfahrenen Kampfkunstlehrern und Experten für Hans Talhoffer intensiv unterrichtet (es werden nicht mehr als 16 Teilnehmer zu einem Seminar zugelassen). Die Übungsstücke entstammen direkt den überlieferten Fechtbüchern aus dem 15. Jahrhundert. Sie werden deinem Vorwissen angepasst, so dass du gefordert wirst, aber nicht überfordert.

Der Unterricht in der Fechtfabrik beginnt mit den Hau-Übungen und Formen aus dem Fechtbuch Gotha MS Chart.A.558. Dabei werden die Definitionen der Häue nach Talhoffer vermittelt (Oberhau, Unterhau, Sturtzhau, Wechselhau). Es folgen die je nach Seminarteil die Variationen zu den Hauptstücken aus dem Fechtbuch München Cod. icon. 394a. Für die Teilnahme an einem Seminar muss kein vorheriges besucht worden sein. Jedes Seminar besteht aus einem oder mehreren in sich abgeschlossenen Kapitel aus dem Fechtbuch Talhoffers.

Nach dem Lehrgang kannst du die geübten Stücke fechten und anderen Fechtern grundlegend vermitteln.

Investition: 60 Euro Kostenbeteiligung


Weitere Infos und Anmeldung: Das Fechten mit dem Langen Schwert nach Hans Talhoffer | Fechtfabrik

Beginnt in 12 Tage und 10:38 Stunden.


Wandertag

Tagesseminar vom 12. November 2017 bis 12. November 2017 ca. 13:00

Wandertag
Wandern und das Leben im Walde kennen lernen ist eine nützliche und grundlegende Fähigkeit, welche im heutigen Alltag in den Hintergrund tritt. Es gibt viel über den Wald und das Leben und Überleben darin zu lernen - allein schon die Luft ist im Wald eine völlig andere als in der Stadt. Desweiteren ist Wandern ein gutes Mittel zum Training von körperlicher Ausdauer. Schon Turnvater Jahn ist im Taunus gewandert und die Turner haben hier im Taunus Wander- und Turnfeste veranstaltet und damit die Grundlage für die Deutsche Wanderkultur geschaffen.

Langfristig möchte ich die Wanderung später in Kleidern und Ausrüstung des "15. Jhds" durchführen.

Die Teilnehmer benötigen ausreichendes Schuhzeug, zuverlässigen Regenschutz und eine Tasche für einen Tagesvorrat an Verpflegung.

Beginn 09:00 in der Fritzlarer Str. 34 (mein Wohnort, siehe Impressum), wir müssen von da etwa 16km zu Taunus mit dem Auto fahren, Regen schreckt nicht.
Ende: 15:00-16:00
Anmeldung: Telephonische Anmeldung ist erforderlich (069 70794930)

Beginnt in 18 Tage und 23:38 Stunden.


Tagesseminar Schwerpunkt halbe Stange

Tagesseminar vom 19. November 2017 bis 19. November 2017 ca. 13:00

Tagesseminar Q (Quadrivium) mit dem Schwerpunkt halbe Stange von Joachim Meyer. Das Geheimnis der halben Stange ist ihre extreme Vielseitigkeit. Die halbe Stange ist unglaublich wandelbar, sie kann lang und kurz, rund und gerade und durch das Ansetzen einer Spitze oder Tülle als Spieß oder Hellebarde gefochten werden. Dies ist das System das Joachim Meyer nieder gelegt hat - die Verwendung als Waffe zur Selbstverteidigung oder der Einsatz als Kriegswaffe im Gewalthaufen.

Aber auch rein aus Holz kann sich die halbe Stange sehen lassen - das Üben mit ihr ist für den gesamten Körper fordernd. Der Körper wird durch die hohen Spannungen, welche das Fechten mit der halben Stange bringt, anregend polarisiert.

Die Teilnehmer müssen eine halbe Stange mitbringen (Durchmesser 35mm Kiefernholz aus dem Baumarkt, Länge 190cm, kreuzweise mit Gewebeklebeband umwickeln!)

Beginn 11:00 in der Fritzlarer Str. 34 (mein Wohnort, siehe Impressum), wir üben im Freien, Regen schreckt nicht.
Ende: 13:00
Anmeldung: Telephonische Anmeldung ist erforderlich (069 70794930)

Beginnt in 25 Tage und 23:38 Stunden.

Anmeldungen nicht notwendig. Weitere Infos hier im Forum, über die Rubrik Kontakt oder per Mail an (Rich.Cole@gmx.net) oder 069 70794930.
►Frankfurt am Main, 2012, Richard Cole (Stahl auf Stahl)

Newsfeed Quelle: Stahl auf Stahl bereitgestellt von http://www.stahlaufstahl.de/wr http://www.stahlaufstahl.de/wr/index.php/mm-schulbetrieb/schwertkampf-seminar/tages-seminar-fechten/

Seminare

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Stahl auf Stahl bietet fundierte Kenntnisse der Quellen des Spätmittelalters und der frühen Neuzeit, tiefes Wissen um die Kampfkunst, einen anwendungsbezogenen Unterricht, ein historisch bewährtes Übungskonzept und eine Menge Spaß beim Fechten!

Was für Seminare bietet mir Stahl auf Stahl?

Neben dem regulären Unterricht bietet Stahl auf Stahl auch Tagesseminare an. Dies sind Seminare zum Historischen Fechten, auch “Schwertkampf Seminare” genannt. Doch ist nicht nur das Schwert, sondern jede historische Waffe und die waffenlose Verteidigung Thema der Seminare.

Zusätzlich veranstaltet Volker Kunkel in Zusammenarbeit mit Stahl auf Stahl Seminare zum Reflexkampf System. Nähere Informationen finden sich hier: Reflexkampf Seminare

Warum soll ich ein Schwertkampf Seminar von Stahl auf Stahl besuchen?

Unsere langjährige Erfahrung in der Kampfkunst und im Unterrichten derselben ist unser wichtigster Beitrag zum Historischen Fechten.
Stahl auf Stahl ist ein Original, keine Kopie. Forschung und Lehre gehen bei uns Hand in Hand. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, das Historische Fechten zu unterrichten. Nicht Fantasy. Wir unterrichten nach der Quellenlage, nicht selbst erfundenen Techniken, keine ominösen „älteren“ Quellen. Wir stellen die historischen Quellen in den Vordergrund und wollen, so weit wie uns heute möglich ist, genauso fechten wie es die Verfasser der Quellen taten. Dazu sind wir immer noch beständig am Forschen und niemals müde, uns zu verbessern.
Die Lehrer bei Stahl auf Stahl haben mehr als ein Jahrzehnt Praxis im Unterrichten von Kampfkünsten und weitaus mehr in der Ausübung. Wir wissen was Kampfkunst bedeutet. Wir glauben, dass es bessere Seminare für Schaukampf, bessere Seminare für Jahrmarktsdengeln und auch bessere Seminare für LARP Kampf geben mag. Wir sind überzeugt, dass es keine besseren Seminare für den Schwertkampf als Kampfkunst als bei Stahl auf Stahl gibt.

Sind die Schwertkampf Seminare für Anfänger geeignet?

Gerade für Anfänger ist es wichtig, sich die Bewegungen und Übungen anzueignen, die letztendlich zur Kampfkunst führen. Die strenge Orientierung an den Quellen und deren Aufbau, ermöglicht es in den Stahl auf Stahl Schwertkampf Seminaren schnell und effektiv zu lernen: nach einem Bauplan, der von den Meistern der Fechtkunst festgelegt wurde.

Sind die Schwertkampf Seminare für Fortgeschrittene geeignet?

Fortgeschrittene Fechter werden bei den Schwertkampf Seminaren von Stahl auf Stahl eine stark kampfkünstlerische Perspektive auf den gewohnten Stoff erleben. Auch werden sie sehen und spüren, welche deutlichen Verbesserungen sie noch in ihrer Fechtkunst erzielen können.

Sind die Schwertkampf Seminare für LARP oder Schaukampf geeignet?

Wenn der Wunsch besteht, die künstlerische Darbietung durch Aspekte der Kampfkunst aufzuwerten und den Zuschauern glaubhaft Kampfkunst vorzuführen, so bieten die Schwertkampf Seminare von Stahl auf Stahl einen enormen Schatz an Wissen und Übungen. Sie bieten jedoch keine Lehre des Vorgaukelns oder Täuschens. Man kann sehr gut lernen, sicherer zu fechten, aber nicht lernen, vorbei zu hauen und trotzdem wie ein Sieger auszusehen. Hierführ empfehlen sich Seminare für szenisches Fechten.

Wie kann ich mich anmelden?

Zu den Tagesseminaren sind keine Anmeldungen erforderlich – einfach aufschlagen. Für Fragen einfach anrufen, 069 70794930.

Termine: Alle Seminare


Das Fechten mit dem Langen Schwert nach Hans Talhoffer Teil 4

Tagesseminar vom 05. November 2017 11:00 bis 05. November 2017 ca. 17:00
@ Fechtfabrik

Tagesseminar mit dem Schwerpunkt Lange Schwert nach Hans Talhoffer Teil 4.



Vier Stunden lang mit einer Pause von 30 Minuten wirst du von zwei erfahrenen Kampfkunstlehrern und Experten für Hans Talhoffer intensiv unterrichtet (es werden nicht mehr als 16 Teilnehmer zu einem Seminar zugelassen). Die Übungsstücke entstammen direkt den überlieferten Fechtbüchern aus dem 15. Jahrhundert. Sie werden deinem Vorwissen angepasst, so dass du gefordert wirst, aber nicht überfordert.

Der Unterricht in der Fechtfabrik beginnt mit den Hau-Übungen und Formen aus dem Fechtbuch Gotha MS Chart.A.558. Dabei werden die Definitionen der Häue nach Talhoffer vermittelt (Oberhau, Unterhau, Sturtzhau, Wechselhau). Es folgen die je nach Seminarteil die Variationen zu den Hauptstücken aus dem Fechtbuch München Cod. icon. 394a. Für die Teilnahme an einem Seminar muss kein vorheriges besucht worden sein. Jedes Seminar besteht aus einem oder mehreren in sich abgeschlossenen Kapitel aus dem Fechtbuch Talhoffers.

Nach dem Lehrgang kannst du die geübten Stücke fechten und anderen Fechtern grundlegend vermitteln.

Investition: 60 Euro Kostenbeteiligung


Weitere Infos und Anmeldung: Das Fechten mit dem Langen Schwert nach Hans Talhoffer | Fechtfabrik

Beginnt in 12 Tage und 10:38 Stunden.


Wandertag

Tagesseminar vom 12. November 2017 bis 12. November 2017 ca. 13:00

Wandertag
Wandern und das Leben im Walde kennen lernen ist eine nützliche und grundlegende Fähigkeit, welche im heutigen Alltag in den Hintergrund tritt. Es gibt viel über den Wald und das Leben und Überleben darin zu lernen - allein schon die Luft ist im Wald eine völlig andere als in der Stadt. Desweiteren ist Wandern ein gutes Mittel zum Training von körperlicher Ausdauer. Schon Turnvater Jahn ist im Taunus gewandert und die Turner haben hier im Taunus Wander- und Turnfeste veranstaltet und damit die Grundlage für die Deutsche Wanderkultur geschaffen.

Langfristig möchte ich die Wanderung später in Kleidern und Ausrüstung des "15. Jhds" durchführen.

Die Teilnehmer benötigen ausreichendes Schuhzeug, zuverlässigen Regenschutz und eine Tasche für einen Tagesvorrat an Verpflegung.

Beginn 09:00 in der Fritzlarer Str. 34 (mein Wohnort, siehe Impressum), wir müssen von da etwa 16km zu Taunus mit dem Auto fahren, Regen schreckt nicht.
Ende: 15:00-16:00
Anmeldung: Telephonische Anmeldung ist erforderlich (069 70794930)

Beginnt in 18 Tage und 23:38 Stunden.


Tagesseminar Schwerpunkt halbe Stange

Tagesseminar vom 19. November 2017 bis 19. November 2017 ca. 13:00

Tagesseminar Q (Quadrivium) mit dem Schwerpunkt halbe Stange von Joachim Meyer. Das Geheimnis der halben Stange ist ihre extreme Vielseitigkeit. Die halbe Stange ist unglaublich wandelbar, sie kann lang und kurz, rund und gerade und durch das Ansetzen einer Spitze oder Tülle als Spieß oder Hellebarde gefochten werden. Dies ist das System das Joachim Meyer nieder gelegt hat - die Verwendung als Waffe zur Selbstverteidigung oder der Einsatz als Kriegswaffe im Gewalthaufen.

Aber auch rein aus Holz kann sich die halbe Stange sehen lassen - das Üben mit ihr ist für den gesamten Körper fordernd. Der Körper wird durch die hohen Spannungen, welche das Fechten mit der halben Stange bringt, anregend polarisiert.

Die Teilnehmer müssen eine halbe Stange mitbringen (Durchmesser 35mm Kiefernholz aus dem Baumarkt, Länge 190cm, kreuzweise mit Gewebeklebeband umwickeln!)

Beginn 11:00 in der Fritzlarer Str. 34 (mein Wohnort, siehe Impressum), wir üben im Freien, Regen schreckt nicht.
Ende: 13:00
Anmeldung: Telephonische Anmeldung ist erforderlich (069 70794930)

Beginnt in 25 Tage und 23:38 Stunden.

Anmeldungen hier im Forum (siehe “Stahl auf Stahl Tagesseminare zum Historischen Fechten” oder “Stahl auf Stahl Wochenendseminare zum Historischen Fechten”), über die Rubrik Kontakt oder per Mail an (Rich.Cole@gmx.net) oder per Telefon 069 70794930.

►Frankfurt am Main, 2010, Richard Cole (Stahl auf Stahl)

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Helm für das Historische Fechten von Jiří Kronďák

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Der folgende Helm wurde bei Fechthelm von Lixa Rebellum (aka Waffenmeister) erworben. Nach unserer Kenntnis stammt dieser Helm aus der Schmiede von Jiří Kronďák. Helme dieser Bauart sind schon lange bei der SCA (Society of Creative Anachronism) bekannt, die in ihren stichfreien Rattangefechten allerdings eine andere Visierform verwenden. Der Helm soll im Historischen Fechten anstelle einer Fechtmaske zum Einsatz kommen. Die Belastungen für eine Fechtmaske sind im Historischen Fechten immens, da sie für die dort mögliche Energie nicht gebaut wurden. Durch Applikationen aus Leder oder Eigenkonstruktionen kann die Lebensdauer der Fechtmaske erhöht werden, doch ist der Abrieb sehr hoch und damit kann die Sicherheit nicht mehr gewährleistet werden. Eine Fechtmaske sollte bei regelmäßiger Verwendung im Historischen Fechten alle zwei Jahre ausgetauscht und regelmäßig überprüft werden. Daher ist die Motivation recht hoch, einen Helm zu erwerben, der eine längere Lebensdauer aufweist bei gleicher oder größerer Sicherheit.

Ankündigung des Verkaufs:

Helmdarstellung des VerkäufersDieser Helm wurde von uns entwickelt, um auf dem Markt und im Battle sicher fechten zu können, ohne wirklich die Darstellung zu verhunzen.
Wer mag schon in Gewandung auf dem Markt mit Fechtmaske seine Kunst zum Besten geben. Sieht immer irgendwie doof aus. Jedoch sind authentische Verletzungen auch nicht wirklich prickelnd.
Daher dieser Kompromiss. Das Visier ist zwar nicht wirklich historisch belegt, jedoch kann man es auch gegen ein wirklich historisches austauschen. Die Sicht ist sogar etwas besser als bei einer Fechtmaske und ich habe das Teil in einem Vollkontakt-battle ausprobiert. Das Visier hält! Es besteht aus Stahl und ist rings herum verschweißt. Der mittlere Steg gibt zusätzliche Stabilität und wird beim tragen nicht wahrgenommen.

Bei der Bestellung bitte Kopfumfang angeben. Historische Visiere (zB. deutsche Klappvisier) können als Zubehöre bestellt werden.

Ausführung

Der Helm besteht aus drei Teilen und lässt sich zerlegen: Haube, Visier, Stift. Das Visier besteht aus ca. 2mm dickem Lochblech, die Beckenhaube aus ca. 1,6mm Blech (mit Meßschieber ermittelt). Das Komplettgewicht beträgt ungefähr 2,4kg.

Ein Kinnriemen ist zwar vorhanden, das Riemenwerk ist jedoch aus dünnem Spaltleder und sollte ausgetauscht werden. Die Riemen sind mit Hohlnieten befestigt.

Das Visier ist mit einer massiven Lasche, die als Scharnier ausgeführt ist, an der Beckenhaube befestigt. Es wird mit zwei Zapfen angepasst und mit dem Stift verriegelt. Mit einem Lederriemen wird das Visier verschlossen. Aufgeklappt rastet das Visier in zwei Stellungen ein, jedoch lässt sich der Riemen ohne “Knappe” kaum selbst wieder verschließen, so dass ich eher den Helm absetzen als das Visier öffnen würden. Der umlaufende Rahmen des 2mm Lochblechs ist aufgeschweißt.

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Tragekomfort

Der Helm hat kein Innenfutter, also ist das Tragen einer Bundhaube oder ähnlichem erforderlich. Die folgenden Bilder illustrieren den Sitz des Helms im Vergleich zu einer Fechtmaske.

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Wir haben diesen Helm zum Training eingesetzt. Trotz des im Vergleich zur Fechtmaske höheren Gewichtes sind wir der Meinung, dass er sich problemlos tragen lässt. Eine gute Bundhaube ist jedoch notwendig, besser wäre noch eine entsprechende “Spinne” im Helm. Das Sichtfeld ist mit dem der Fechtmaske vergleichbar. Bei der Bestellung sollte wie der Verkäufer rät, unbedingt der Kopfumfang angegeben werden, so dass man einen einigermaßen passenden Helm bekommt.

Das Tragen einer Brille unter dem Visier ist prinzipiell möglich. Beim Anprobieren mit Brille war ausreichend Platz, im Training hat es jedoch Probleme bereitet. Dies lässt sich aber auch durch eine optimal geschnittene Polsterhaube korrigieren.

Sicherheit

helmhbProblematisch ist auf jeden Fall der fehlende- Nacken und Halsschutz. Im Vergleich zur Fechtmaske: der Halsschutz. Hier muss mit einem modernen Schutz, aufgewertet mit einem historischen Kragen und Kettengeflecht gearbeitet werden. Eine so genannte Halsberge (siehe Abbildung) ist unbedingt zu empfehlen, wenn mit einer Zweihandwaffe gestochen wird.

Die Sicherheit des Visiers gegenüber Stichen ist mit einem großen Fragezeichen versehen. Zwar sind es 2mm Stahlblech, die sicherlich nicht leicht reißen, doch hier fehlt uns die Sicherheitsgewährleistung, die von den Fechtmasken bekannt und von ordentlicher Prüfstelle bestätigt wurde. Aktuell überlegen wir uns, eigene Tests zu veranstalten.

2. Okt. 2012, Daniel, JPK

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