Archiv für den Monat: Juni 2020

Würzburg, endlich wieder alte Gemäuer und Historisches entdecken, auch ohne Markt, 30. und 31. Mai 2020

Sorce byTilia von den Weidenauen – Mittelalt im Mittelalter at https://mittelaltertilia.wordpress.com

Nach all dem Zuhause-Hocken war es nun endlich möglich, eine Übernachtung in Bayern „für touristische Zwecke“ zu buchen. Unser Großer war während der akuten Corona-Phase nach Würzburg umgezogen und wir konnten ihn nicht besuchen fahren, was mir sehr leid tat. Zu Pfingsten gab es die ersten Lockerungen und wir buchten eine Übernachtung in Lindleinsmühle. Es gab noch ein paar Dinge in der neuen Wohnung zu installieren, danach konnten wir uns aber auf eine ausgiebige Entdeckungsrunde durch die Innenstadt machen. Das Wetter war gut, ebenso die Stimmung! Das Residenzschloss war schnell erreicht und wir staunten sehr über die gepflegten Aussenanlagen. Wunderschöne Blumenbeete, akkurat geschnittene Hecken und Bäume und trotzdem kaum Menschen unterwegs.

Weiter ging es über den Ringpark in Richtung Main. Die Ludwigsbrücke mit den imposanten Löwenskulpturen gab schöne Fotomotive her, es war aber recht voll mit Radlern, Autos und Fußgängern. Wir wollten uns in einem Biergarten stärken, der mit einem tollen Blick über Würzburg lockte, nachdem wir über die Sebastianssteige schon einen anspruchsvollen Treppenaufgang meistern mussten. Den Rückweg wählten wir in Richtung Käppele, wo wir den Kreuzweg bis zu der kleinen Kirche gingen. Weiter ging es durch den Ringpark zurück. Unglaublich, wieviele Kirchtürme man in der Innenstadt Würzburgs ausmachen kann. Überhaupt war ich positiv überrascht von den schönen Häusern und den vielen Weinbergen rundherum.

Würzburg, 30. Mai 2020
Würzburg, 30. Mai 2020

Den Sonntag nutzten wir für einen Spaziergang zur Festung Marienberg. Diesen kann man gut über das schöne ehemalige Landesgartenschau-Gelände am Fuss der Festung machen. Ein hübscher japanischer Garten, ein Rosengarten und vieles mehr lockten nicht nur die Bienen hinaus an die frische Luft. So hatten Hunderte andere auch die gleiche Idee und es war für Corona-Zeiten recht voll auf den Wegen und in der Festung. Turmfalken flogen über dem Innenhof und Fotomotive gab es an jeder Ecke. Burgführungen etc. sind noch nicht gestattet und mit dem Abstand halten nahm es leider auch nicht jeder Besucher so genau. Trotzdem ist dies ein Ort, den ich gerne nocheinmal besuchen möchte. Die Wälle, Zuwege und Festungsmauern erinnerten mich ein wenig an die Ehrenbreitstein bei Koblenz. Wieder unten am Main angekommen ging es über die alte Mainbrücke, wo (viel zu) viele Menschen für ein Glas Wein auf der Brücke verweilten. Wieder zurück durch die Innenstadt und den Ringpark ging es am späten Nachmittag schon wieder nach Hause. Aber wir kommen wieder!

Festung Marienberg, Würzburg, 31.Mai 2020

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Wir wandern auf dem Trödelsteinpfad, unterwegs am 12. Juni 2020

Sorce byTilia von den Weidenauen – Mittelalt im Mittelalter at https://mittelaltertilia.wordpress.com

Der Trödelsteinpfad gehört zu den Premiumwanderwegen und ist eine sogenannte ROTHAARSTEIG-Spur. In Ermangelung von Mittelaltermärkten und auf der Suche nach Ruhe und Orten, an denen man nur wenige Menschen trifft, begaben wir uns an diesem Brücken-Freitag nach Fronleichnam auf die angeblich 10,2 km lange, mittelschwere Wanderung in der Nähe Burbachs im Kreis Siegen-Wittgenstein. Das Wetter war herrlich und die Anreise mit dem Auto etwa 30 min. lang. Wir stellten das Auto in der Nähe des Einstiegs zum Trödelsteinpfad in Wahlbach ab und entschieden, den Rundweg im Uhrzeigersinn zu laufen, was sich als weise Entscheidung entpuppte. Es ging gemütlich an der Buchheller entlang, wo schon die ersten schönen Fotos gemacht werden konnten. Danach ging es recht steil bergauf (wo ich froh war, dass wir das nicht abwärts laufen mussten). Man kam schon ins schnaufen, aber hetzen musste wir uns ja nicht. Es stimmt schon traurig zu sehen, wieviele Bäume dem Borkenkäfer zum Opfer fallen, man hörte auch in der Ferne die Motorsägen. Der Weg ist gut ausgeschildert, bis auf die Stelle an der kleine Straße Richtung Kapelle Eben-Ezer, da waren wir 20 m zu früh auf die breiteren Wege abgebogen, der schmalere Pfad führte aber an der Schautafel am Straßenrand in den Wald. Es macht Spaß, fernab der breiten Weg über Stock und Stein zu wandern. Man sieht mehr und es fühlt sich einfach angenehmer an als auf den breiten, teils geschotterten Wegen zu laufen. Vorbei an der Schutzhütte Buchhellertal und dem Stollen und der Halde dort, geht es immer weiter bergauf, bis man bei den Trödelsteinen ankommt. Auf 613 m ü.N. liegen die Basaltsteine vulkanischen Ursprungs, ein Gipfelkreuz samt Gipfelbuch kann man an der höchstens Stelle bewundern. Ein toller Blick ins Grüne belohnt für das Klettern. Weiter ging es dann ersteinmal auf breiteren Wegen. Eine Umleitung gab es auch, da durch weitreichende Baumfällungen der eigentliche Weg nicht nutzbar war. Aber zu Beginn des „Abstiegs“ konnte man wieder über wunderschöne Waldwege weiterlaufen. Alte knorrige Bäume, das ein oder andere Reh und viel Jung-Vogelgezwitscher bereicherten das Waldbaden. Durch das Naturschutzgebiet Saukaute ging es gemütlich leicht absteigend zurück in Richtung Wahlbach. Nur das letzte Stück kurz vor dem Wohngebiet war dann wieder steil. Interessant war, dass man im Wald immer wieder durch Steinfelder lief, die wie aus dem Nichts auftauchten. Unser Garmin zeigte am Ende 9,7 km, wir waren aber doch recht ‚knülle‘, als wir wieder am Auto waren. Etwa drei Stunden waren wir unterwegs. Es gab einige Wanderer (und sogar Nachbarn) unterwegs, es war aber sehr ruhig und man musste mal nicht an Corona und Vorsichtsmaßnahmen denken…. Es war eine sehr gut ausgeschilderte Tour, die mir richtig gut gefallen hat!

Trödelsteine bei Burbach, 12. Juni 2020

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