Archiv für den Monat: September 2013

Mittelalter Kleidung Tutorial: Schrägband selber machen

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Eine wunderbare Art, eine Stoffkante an mittelalterlicher Kleidung zu versäubern, ist, sie einfach mit einem Schrägband einzufassen. Schrägbänder gibt es in verschiedenen Farben, Größen und Materialien schon fertig zu kaufen, aber meistens nicht in der Farbe, der Größe oder dem Material, das man gerade bräuchte. Abgesehen davon, dass so ein Schrägband auch nicht ganz billig ist. Also, warum also nicht selber machen?

Warum heißt das Schrägband eigentlich Schrägband?

Ein Schrägband ist aus einem Stoffstreifen gemacht, der schräg zum Fadenverlauf zugeschnitten worden sind. Eigentlich lästig, wenn man bedenkt, dass man auf diese Weise nicht einfach nur stoffsparend Streifen schneiden kann, aber unbedingt notwendig, da das Band auf diese Weise dehnbar ist und sich besser um Kurven legen lässt.

Man sollte also unbedingt immer darauf achten, es auch tatsächlich schräg zuzuschneiden. Und keine Angst, was den Stoffverbrauch angeht, es gibt einen ganz einfachen Trick, wie man dieses Problem umgehen kann. Aber dazu kommen wir später…

Was brauch ich alles für ein Schrägband?

  • den gewünschten Stoff (am besten schon als Rechteck zugeschnitten)
  • Garn in der passenden Farbe
  • Lineal
  • Schneiderkreide, Sublimationsstift oder ähnliches
  • Stoffschere
  • Stecknadeln
  • Schrägbandformer

Eigenes Schrägband Schritt 1: das Stoffband

Ein Schrägband – egal ob jetzt gekauft oder selbst gemacht – sollte im besten Fall möglichst lang sein. Wir werden also in keinem Fall drum herum kommen, einzelne Stoffstreifen aneinander zu nähen.

Hier gibt es schon einmal die erste Hürde:

NIEMALS die beiden Stoffstreifen gerade aneinander nähen, sondern immer schräg!

Zuschneiden_2

Das ganze klingt jetzt nach noch mehr Aufwand, aber ich hab ja von einem Trick gesprochen:

Wir haben ein rechteckiges Stück Stoff. Wir brauchen aber ein Parallelogramm.

Dazu klappen wir eine Ecke so um, dass wir einen 45° Winkel haben und schneiden entlang des Stoffbruchs. Jetzt haben wir ein rechtwinkliges Dreieck und ein Rechteck mit abgeschnittener Ecke.

Zuschneiden_3

Als nächstes nähen wir die beiden Stücke so zusammen, dass wir jetzt unser Parallelogramm haben.

Als nächstes zeichnen wir uns die Streifen an. Dabei sollte jeder Streifen die doppelte Breite des endgültigen Schrägbands haben.

Röhre_1

Jetzt könnten wir zwar schon Streifen schneiden und die Streifen dann zu einem langen Band zusammen nähen, aber wir sind ja faul und wollen sowenig Nähte wie möglich machen müssen. Also nähen wir den Stoff zu einer Röhre zusammen. Dabei müssen wir nur darauf achten, dass die beiden blau markierten Stellen aufeinander liegen.

Platt gedrückt sollte die Röhre jetzt so aussehen:

Röhre_2

Als letztes einfach endlang der Markierung schneiden und wir haben mit dem geringst möglichen Aufwand ein langes Stoffband.

Stoffband

Eigenes Schrägband Schritt 2: Bügeln

Ab jetzt ist alles ziemlich einfach: nur noch in den Schrägbandformer einlegen und Bügeln.

Bügeln_1

Das Einfädeln kann ein wenig nervig sein, aber auch hierfür gibt es einen simplen Trick:

Mit der Nähmaschine ein kurzes Stück in der Mitte des Stoffstreifens nähen und an beiden Seiten etwa 15cm Garn hängen lassen. Jetzt kann man das Garn in den Schrägbandformer einfädeln und wenn man nun daran zieht, legt sich das Band wie gewünscht zusammen.

Bügeln

Drüber bügeln und das Schrägband ist fertig.

Schrägband

Ich hoffe, das ist alles halbwegs verständlich beschrieben. Viel Spaß beim nachmachen!

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Keramikstift – eine Alternative zur Schneiderkreide und Trickmarker?

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Jedes Mal, wenn ich ein Schnittmuster auf den Stoff übertragen muss, möchte ich das so schnell wie möglich hinter mich bringen. Und jedes Mal ärgere ich mich über die Schneiderkreide.

Schneiderkreide-Platten, weiß, 2 St

Solange das Kreidestück neu und an den Kanten scharf ist, lässt sich alles wunderbar anzeichnen… leider hält dieser Zustand nicht sehr lange an und schon muss man sich mit ungenauen, dicken Linien abplagen oder die Kreide schärfen (wobei man alles um sich herum mit Kreidestaub vollbröselt).

Alternativ kann man natürlich alles bequem mit einem Trick-Marker anzeichnen. Die Linien sind gleichbleibend fein und verschwinden, sobald sie mit Wasser in Berührung kommen. Leider sind diese Trick-Marker sehr schnell leer und nicht unbedingt günstig.

Trick-Marker selbstlöschend

Trotzdem habe ich lange Zeit nichts vergleichbares gefunden… bis jetzt!

Und – tadaaa! – gestern war tatsächlich mein neuer Makierstift auf Keramikbasis in der Post.

Der Stift erinnert an einen Mienen-bleistift. Zwar lassen sich die Linien nicht ganz so weich wie mit der Kreide ziehen, aber dafür sind sie gleichbleibend fein und auch die Handhabung ist um einiges angenehmer.

Keramikstift

Obere Linie: mehrfach mit rosafarbener Keramikmiene nachgezogen
Untere Linie: einfache Linie mit weißer Keramikmiene

Mit dem eingebauten Radierer lassen sich die Linien problemlos wieder entfernen und wenn man mal eine übersieht, verschwindet die spätestens beim Waschen rückstandlos.

Mein erster Eindruck: ich bin begeistert!

Für sehr zarte Stoffe oder fein detailierte Zeichnungen werde ich aber wahrscheinlich trotzdem weiterhin den Trick-Marker verwenden.

 

 

 

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Neunter Sponsorenlauf der WPS

Der Streckenplan ist in jedem Jahr gleich: Vom Start am Fernheizwerk über den oberen Neuen Weg schweißtreibend bergauf zum Posten 1, dann erholsam abwärts, vorbei an Posten 2 beim Schweinsbrunnen zu Posten 3 und 4 im Schlautersteig und schließlich über den Dolinenweg zum letzten Posten der drei Kilometer langen Runde. Bei jedem Posten gibt es einen Stempel und manchmal auch zu Trinken oder ein Gummibärchen. Was immer die Beine antreibt, 268 Schülerinnen und Schüler und nicht wenige Lehrerinnen und Lehrer sind auch in diesem Jahr beim neunten Sponsorenlauf der Waldparkschule wieder einen ganzen Vormittag im Wald unterwegs. Ihre jeweilige Motivation bestimmt das individuelle Tempo – die einen fordern sich selbst heraus, vielleicht um ihre Leistung im letzten Jahr zu überbieten, oder eine möglichst hohe Sponsorensumme zu erhalten, andere genießen die Bewegung in der freien Natur, die Gesellschaft und das Chillen mit Freunden – einen Schultag besonderer Art. Das erlaufene Sponsorengeld wird halbiert. Die eine Hälfte soll schuleigenen Projekten zugutekommen, die andere Hälfte wird armen Kindern in Indien den Besuch einer Schule ermöglichen. Über den Verein Hilfe zur Selbsthilfe Sinsheim ist die Waldparkschule im Rahmen der Aktion „Der Boxberg hilft“ seit dem Tsunami vor 9 Jahren in Südindien engagiert. Die Boxbergerin Rosi Moser besuchte in diesem Jahr wieder in einer Reisegruppe das dort erbaute Boxberg Home (s. Em-Box-Info 68).
Geteilt wird wird in diesem Jahr die stolze Summe von nicht weniger als 2.883 Euro.

Viertes Bergkino in der WPS auf dem Boxberg

Das Schuljahr 2012/13 ging zu Ende, da gab es Zensuren in der Schule. Ein etwas anderes Zeugnis von intensiver und hochmotivierter Arbeit lieferte die Filmarbeitsgemeinschaft der Waldparkschule mit ihrem Sommerkino vor Ferienbeginn in den Räumen des Jugendzentrums Holzwurm ab. Schüler organisierten einen Filmnachmittag für Kinder und einen -Abend für ältere Schülerinnen und Schüler. Nachmittags führten sie einen selbstgedrehten Stummfilm vor, bei dessen Entstehen sie Unterstützung von der Kineskop-Filmschule mit Norbert Ahlers und durch ihren Lehrer Hubert Hug erfahren hatten. Was kann man daran lernen? Schüler entwickeln selbst die Handlung, ihre Phantasie wird angeregt. Ist das Interesse erst einmal geweckt, beginnt die Erarbeitung und die Verpflichtung durchzuhalten. Kultur entdecken und selbst gestalten- das ist auch die Intention, wenn sie geeignete Filme zum Vorführen aussuchen und dann mit einem selbst gestalteten Buffet den Abend bereichern. Beim Planen, Einkaufen und Zubereiten stand Marie Bauer ihnen zur Seite. Es bleibt zu hoffen, dass diese Aktivitäten auch in diesem Schuljahr wieder aufgenommen werden können. INKA

Zu Wasser und zu Lande

Gleich in der erste Sommerferienwoche wurde es sportlich. Das Jugendzentrum „Holzwurm“ paddelte mit 10 Jugendlichen den Ketscher Altrhein auf und ab. Als erstes stand die Kajakschule auf dem Programm, wobei alle Teilnehmer ihr Können beweisen mussten, bevor es auf große Tour ging. Bei herrlichem Sonnenschein war das kühle Nass von unten angenehm und es machte Keinem etwas aus, auch mal zu kentern. Für die Computerfreaks wurde es dann in der letzten Ferienwoche interessant. Im Internetcafé des „Holzwurms“ rauchten die Köpfe. Es wurde geschraubt und gebastelt und am Ende der 4-tägigen PC Schulung hatte jeder Teilnehmer eine eigne Homepage erstellt. Außerdem gab es drum herum wieder vielfältige Angebote wie Koch- und Filmabende, aber auch Kicker und Tischtennisturniere standen auf dem Programm I.S.

Herbst – Kino auf dem Berg!

Am Mittwoch, den 09.11.2013 hat das Schülerteam der Waldparkschule vom BERGKINO ein interessantes Kinoprogramm zusammengestellt.

Die Abenteuer von Tim und Struppi: Das Geheimnis der Einhorn
( F/D 2012, FSK 6) von dem Regisseur Steven Spielberg.
Beginn: 16.30 Uhr im Kinder und Jugendzentrum Holzwurm Boxberg am Waldrand 21.
Dauer: ca. 2 Stunden mit Vorfilm.
Die Schüler haben wie immer einen leckeren Imbiss zubereitet, der der vor und nach den Vorstellungen genossen werden kann. Für Getränke ist ebenfalls gesorgt.

Rokoko-Kleid Teil 2.1 – Neues Schnittmuster, neues Glück!

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Heute habe ich den ersten Schnitt für das Rokoko-Korsett fluchend in die Tonne getreten…

Damit will ich zwar nicht sagen, dass mein erster Schnittmuster-Entwurf absolut unbrauchbar ist, allerdings habe ich sehr schnell herausfinden müssen, dass ich damit leider nicht ganz den Effekt erzielen kann, denich gerne hätte. 3 Schnittteile sind zwar durchaus möglich, aber liefern eben nicht das, was ich mir vorstelle. Ich will mehr!

Man könnte natürlich den vorhandenen (und passenden *heul*) Schnitt so umarbeiten, dass mehr Schnittteile heraus kommen. Nur… nun ja: dieser Entwurf hat mich einfach zu sehr geärgert, als dass ich daran jetzt noch lange herum basteln möchte.

neues_Schnittmuster

Zum Glück für das gesamte Projekt habe ich einen 7-teiligen Schnitt gefunden. Jetzt bleibt mir zwar die ganze Anpass-Arbeit nicht erspart, aber zumindest meine Motivation ist zurück gekehrt!

In diesem Sinne: Neues Schnittmuster, neues Glück!

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Rokoko-Kleid Teil 2 – Schnittentwurf Rokoko Korsett

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Normalerweise beginnt man eine Gewandung mit der untersten Schicht. Also müsste ich mit der Chemise beginnen, damit das Korsett dann auch perfekt drüber passt. Die Chemise soll aber einen zum Korsett passenden Ausschnitt haben, den ich logischerweise erst dann machen kann, wenn das Korsett fertig ist. Eine klassische Huhn-oder-Ei-Situation.

Da ich aber noch eine Chemise da habe und so ein Korsett deutlich mehr Spaß macht als ein langweiliges Hemdchen, werde ich mit dem Rokoko-Korsett beginnen. Meine Chemise ist zwar für eine Tudorgewandung, also für eine Zeit, die gut 2 Jahrhunderte vor dem Rokoko war, aber so wahnsinnig viel hat sich im Schnitt da nicht geändert.

Der Schnitt für ein Rokoko Korsett – allgemein

schnuerbrust

Schnittmuster für eine Rokoko-Schnürbrust von www.neheleniapatterns.com

Es gibt zwar durchaus bereits fertige Schnittmuster für ein historisch korrektes Rokoko-Korsett, aber die sind nicht gerade billig. Dann gibt es diverse Anleitungen, nach denen man sich selbst einen Schnitt erstellen kann. Ein fertiges Schnittmuster spart sicher einiges an Zeit, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass man sich damit gänzlich das Anpassen erspart.

Wahrscheinlich werde ich diese Entscheidung noch bereuen, aber ich werde keinen Schnitt kaufen, sondern ihn selbst entwerfen. Vielleicht kann ich ja den Schnitt von meiner (bereits perfekt passenden) Tudor-Schnürbrust abwandeln?

Ob so ein Schnitt richtig passt, kann man leider erst dann erkennen, wenn alle Stäbe  eingesetzt sind und Ösen zum Schnüren da sind – beides gerade die Dinge, welche die meiste Zeit kosten.  *seufts*

 Schnitterstellung Rokoko-Korsett

Ich habe mich erst einmal für die einfachste Version entschieden: ein halbversteiftes Korsett aus nur 3 Schnitt-Teilen. Den Schnitt entwerfe ich ausgehend von dem angepassten Schnitt für das Oberteil eines Tudor-Kirtels um 1550.

Tudor

Tudor Kirtel um 1550

Den Schnitt dafür habe ich meinem geliebten “Tudor Tailor” entnommen.

Dieser Schnitt besteht ebenfalls aus 3 Teilen und obwohl er von der Epoche gut 200 Jahre vor der Zeit, die ich darstellen will (1780), liegt, liefert er mir eine gute Basis.

Schnitt1

Schnitt für den Tudor Kirtel

Um eine Ahnung zu bekommen, wo ich mit dem Schnitt überhaupt hin will, habe ich mir von einer wundervoll aufgebauten Kostümseite den Schnitt für eine halbversteifte Rokoko Schnürbrust ausgedruckt. (Auf der Seite gibt es nicht nur eine ausführliche Erklärung, sondern auch noch den fertigen Schnitt in Größe 40 zum ausrucken…. leider zu groß für mich, aber ein guter Anhaltspunkt)

Schritt 1:

Als Erstes habe ich den bereits bewährten Tudor Schnitt auf Seidenpapier übertragen. Dazu am besten den fertigen Schnitt unter das Seidenpapier legen und abpausen. Anders herum wird das ganze eine ziemliche Zitterpartie und lang nicht so ordentlich, wie wir es eigentlich haben möchten.

Burda Seidenpapier

Schnitt2

Schritt 2:

Als nächstes habe ich den ausgedruckten Schnitt unter den angezeichneten gelegt und ausgerichtet. Dabei habe ich mich vor allem an 2 wichtigen Punkten orientiert:

1. Der Armausschnitt
2. die Taille

Sobald alles fertig angezeichnet ist, ausschneiden!

Schnitt3

Schritt 3:

Zum Glück bin ich auf die Idee gekommen, die Schnitte an der Seitenlinie nebeneinander zu legen. Sonst wäre mir erst beim Nähen aufgefallen, dass die ja nicht überein stimmen.

Also den Armausschnitt ein wenig ausweiten und beide Seitenlinien angleichen.

Schritt 4:

Schnitt4

Fertig!

Was mir aber ein wenig zu denken gibt, ist die Tatsache, dass der Ausschnitt bei dem Rokoko-Korsett um 4,5cm tiefer ist… nicht dass noch was rauspurzelt. 

Naja, mal sehen, schließlich ist das nur der erste Entwurf. Bevor ich da nicht ein Probestück genäht habe, kann man noch gar nichts sagen.

Außerdem befindet sich der Trägeransatz noch weiter außen, als es beim Tudor-Mieder ohnehin schon der Fall ist. Wahrscheinlich werde ich da noch etwas ändern müssen, aber für das Probestück kommen ohnehin keine Träger hin, also dürfte das erst einmal kein Problem sein.

Schnitt5

So…bin schon sehr neugierig, wie das ganze aussehen wird…

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Rokoko-Kleid Teil 1 – Die Planung

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Gerade haben mir liebe Menschen sehr freundlich (und leider auch sehr bestimmt) mitgeteilt, dass ich doch ein Rokokokleid brauche.
Soweit kann ich dem ganzen ja noch zustimmen.

Dann meinten die selben lieben Menschen, dass ich es bis spätestens Oktober brauche.
Das ist jetzt der Moment, wo ein kleines Stimmchen in mir zu kreischen anfängt und irgendetwas von wegen “wir haben doch keine Zeit…” labert. 

Nun ja, eine Herausforderung, würde ich sagen. Ich nehme an!

Heute ist es allerdings schon zu spät, um schon mit dem Schnitt anzufangen… aber planen kann ich zumindest!

 

RokokoAus welchen Teilen besteht ein Rokoko-Kleid?

Ich kann mich nicht so recht mit dem wallenden Rückenteil einer Robe à la fanςaise anfreunden, also habe ich mich für die figurbetonte Robe Anglaise entschieden. Aber was brauch ich alles dafür?

  • eine Chemise
  • Panier, Poschen oder einen Springrock (weiß noch nicht, wofür ich mich entscheiden werde)
  • ein Korsett
  • mindestens einen Unterrock
  • die Robe Anglaise
  • Accessoires…man kann nie genug davon haben… also Hut, Fächer…

Welche Stoffe passen für ein Rokoko-Kleid?

Oje, jetzt wird’s schwierig.

Ich bin natürlich erst einmal dem Irrtum aufgesessen, dass diese “Toile de Jouy”-Stoffe absolut geeignet sind. Leider sind sie es nicht. Darauf sind zwar unter anderem Damen in Rokoko-Gewändern zu sehen, umringt von hübschen Bäumchen, Blümchen, Tierchen und dem starken Geschlecht, aber das sind wohl eher Möbelstoffe.Rokoko-Kleid

Und das waren sie – wie die erste Recherche ergibt – auch damals schon. Also Finger weg.

Leider sind die ersten Fundstücke bei meiner (zugegeben gerade etwas hastigen) Suche nach geeigneten gemusterten Stoffen meist entweder Augenkrebs-erregend oder aber mein Geldbeutel plärrt um Gnade… manchmal sogar beides!

Aber es muss ja nicht unbedingt ein gemusterter Stoff sein.

Beginnen wir also anders: welche Materialien?

Leinen, Wolle und Seide sind die erste Wahl zu dieser Zeit. Bei Baumwolle muss man schon vorsichtiger sein, aber – so wie ich das sehe – ist es durchaus noch akzeptabel. Ich werde also die Chemise, die “Hüfterweiterung (Poschen/Panier/Springrock)) und den ersten Unterrock schon allein aus Kostengründen aus Baumwolle machen.

Für die “Hüfterweiterung” und das Korsett werde ich Stäbe brauchen. Authentisch wäre Fischbein, aber ich habe nicht die geringste Ahnung, wo ich sowas herbekommen soll. Also werde ich wohl eher die Kunststoff-Variante oder eben Federstahl verwenden.

Bleibt nur noch der 2. Unterrock und die Robe Anglaise.

Seide wäre wundervoll, aber teuer. Leinen…nun ja, es ist Oktober. Hier in bayerisch-Sibirien also quasi tiefster Winter. Also doch lieber Wolle oder zumindest ein Wollgemisch.

Und welche Farbe?

Die Filmindustrie präsentiert uns eine bonbonfarbene Pracht. Will ich wirklich ein Teil davon sein? Auf jeden Fall!
Mal sehen, ob ich etwas in der Art finde, aber eher in einer etwas gedeckten Variante.

Wie authentisch das ganze ist, kann ich leider nicht sagen. Aber in der kurzen Zeit ist es fast unmöglich, all die nötigen Informationen, Materialien und Schnitte zusammen zu suchen. Und auf meine geliebte Frau Elna (meine Nähmaschine) werde ich bestimmt nicht verzichten!

Die nächsten Tage werden also ganz der Stoffsuche gewidmet sein…

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