Archiv für den Monat: April 2007

ADAC- Fahrsicherheitstraining für ehrenamtliche Freizeitleiter und -leiterinnen

Der Frühling ist da und in der verbindlichen Jugendarbeit laufen die Vorbereitungen für Sommerfahrten und Sommerfreizeiten auf Hochtouren. Zum Beispiel auch beim Hockenheimring, direkt neben der neuen Mercedesbühne. Ein ungewöhnlicher Ort – aber das hat seinen guten Grund: Zwölf Junge Erwachsene im Alter von 18 bis 29 Jahre verbesserten hier in einem achtstündigen Kurs ihre Fahrsicherheit und den Umgang mit Extremsituationen. Die evangelischen Kinder- und Jugendwerke Heidelberg und Mannheim buchten beim ADAC- Fahrsicherheitszentrum ein PKW-Intensivtraining für ihre ehrenamtlichen Freizeitteams. Denn Sicherheit bei der Personen- und Materialbeförderung mit Kleintransportern wird bei den Freizeitmaßnahmen der Evangelischen Jugend groß geschrieben.

Insgesamt war das achtstündige Programm recht anstrengend. „Aber es hat sich auf jeden Fall gelohnt“, meint Markus Müller, der im Sommer in einem Begleitfahrzeug 34 Jugendliche in ihrem Reisebus nach Schweden begleitet. Aber auch die Kinderfreizeit in Rotenberg wird mit Johanna Kirschfink, einer 18 Jährigen Schülerin, eine gut geschulte Fahrerin hinter dem Steuer des Packwagens wissen.

Die ehrenamtlichen Jugendleiter haben viel gelernt bei den einzelnen Übungen wie etwa Gefahrenbremsungen auf unterschiedlichen Belägen, Fahren und Bremsen im Gefälle bei glatter Fahrbahn, Unter-/Übersteuern des Fahrzeugs in der Kreisbahn und das Abfangen eines ausbrechenden Fahrzeugs auf der Hydraulikplatte. Die zwölf FreizeitleiterInnen, die meisten davon Schüler und Schülerinnen, werden jedenfalls in Zukunft für Vollbremsungen und andere Herausforderungen gewappnet sein. Und Spaß gemacht hat es ihnen darüber hinaus auch.

Finanziert wurde die Fortbildungsmaßnahme mit Mitteln aus der Kirchgeldaktion, in deren Rahmen die Evangelische Kirche in Heidelberg im letzten Herbst Gelder für diverse Projekte der Kinder- und Jugendarbeit gesammelt hat. Und das ADAC –Fahrsicherheits- Zentrum hat dankenswerterweise wegen des guten Zweckes der Maßnahme auf einen Teil der Kursgebühr verzichtet.

5. Jugend-Kulturen-Fest (2007)

Mut gehört schon dazu, vor einem gut gefüllten Saal auf der Bühne zu stehen und zu singen. Und so war Kristina, die erste Sängerin beim fünften Jugend-Kulturen-Fest auf dem Berg, nicht unbedingt zu beneiden. Aber ruhig, sympathisch und gelassen, sang sie ihre Lieder – und bekam vom Publikum im Bürgerhaus Emmertsgrund großen Applaus.

“We are all stars” war das Motto des fünfstündigen Mammutprogramms beim Fest der beiden Bergstadtteile Boxberg und Emmertsgrund, und es freute die Organisatoren, dass sich so viele junge Gruppen gemeldet hatten. “Schön ist auf alle Fälle die Mischung zwischen denen, die schon öfter dabei waren und den Neulingen”, sagte Ingo Smolka vom Jugendzentrum Holzwurm, der die Veranstaltung zusammen mit Griseldis Kumm vom IB- Treff – und natürlich vielen freiwilligen Helfern – auf die Beine gestellt hatte, Dafina etwa, eine junge Sängerin aus dem Kosovo, war schon ein paar Mal dabei. Sie schreibt ihre Lieder selbst, singt das, was ihre Altersgenossen fühlen, was sie bewegt. Mit “Wo ist meine Heimat?” spricht sie viele im Publikum an, macht deutlich, dass sich diese Frage nicht so einfach beantworten lässt. Überhaupt wurde musikalisch ein breites Spektrum abgedeckt: von der Heavy Metal-Formation Siock Siko bis zu den Rappern von Pyton & Atilla, RNC und Freiheit. Sie alle kommen vom “Berg”, das drückt sich auch in den Texten aus. Die “126”, die letzten drei Ziffern der Postleitzahl der Stadtteile, kommt des Öfteren vor.

Nicht mehr wegzudenken aus dem Programm ist auch der Budo-Club Emmertsgrund/Boxberg, der unter Leitung von Ulrich Sudhölter ein faszinierendes Showprogramm zusammengestellt hatte. Für Bewegung auf der Bühne sorgten die beiden Tanzgruppen Oriental Girl, mit Bauchtanz und die Special Skills, die klassische Elemente mit Hip-Hop und Modern Dance verbanden. Die Moderation übernahm das Trio Sobi, Gül und Ferhad. Neben den Darbietungen auf der Bühne gab es wie immer noch ein Rahmenprogramm außerhalb des Saales. So stellte die Jugendfeuerwehr Heidelberg ihre Arbeit anhand von einer Computerpräsentation vor, der Interkulturelle Elternverein war anwesend und es gab einen von der Sparkasse gesponserten Rennsimulator. Zum ersten Mal beim Jugend-Kulturen-Fest hatte die Zweigstelle der Stadtbücherei geöffnet und bot zahlreiche Vergünstigungen, wie kostenlose DVD -Ausleihe oder eine ermäßigte Aufnahmegebühr. Natürlich war für Essen und Getränke durch die Waldparkschule gesorgt, die diesen Part schon traditionell Jahr für Jahr übernimmt. Die Bedeutung der Veranstaltung unterstrich auch Oberbürgermeister Eckart Würzner bei seiner Visite.

Ein großer Dank ging auch an die Sponsoren, ohne die die Veranstaltung nicht zu finanzieren wäre: Das Kulturamt der Stadt, der Verein SicherHeid, Heidelberger Cement und der Migrationsrat.

Die Rapper von Freiheit kamen und das Publikum im Bürgerhaus war begeistert.

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